Bamberg

Trauer um Hans Wich

Der frühere Domkapitular ist im Alter von 90 Jahren gestorben.
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Prälat Wich bei der Feier seines 60. Priesterjubiläums Foto: Pressestelle/Bärbel Meister
Prälat Wich bei der Feier seines 60. Priesterjubiläums Foto: Pressestelle/Bärbel Meister

Das Erzbistum Bamberg trauert um den früheren Domkapitular Hans Wich. Er starb am Dienstag wenige Wochen nach seinem 90. Geburtstag. Der Verstorbene wirkte im Erzbistum als Seelsorger in verschiedenen Gemeinden sowie unter anderem als Diözesanrichter, Ordensreferent und Personalchef. 36 Jahre lang, von 1972 bis 2008, war er geistlicher Beirat des katholischen DJK-Sportverbands, weshalb er oft als "Sportprälat" bezeichnet wurde. Erzbischof Ludwig Schick würdigte Wich für sein langjähriges Wirken als volksnaher Seelsorger in Kirche und Gesellschaft. Ihm sei es zudem immer gelungen, Kirche, Glauben und Sport miteinander zu verbinden.

Wich war sowohl geistlicher Beirat der Bamberger Krippenfreunde als auch über zwei Jahrzehnte lang geistlicher Beirat der Mesnervereinigung der Erzdiözese Bamberg. Über viele Jahre war ihm auch die Männerseelsorge im Erzbistum anvertraut. Seiner Studentenverbindung der Unitas Henricia Bamberg und den Bundesbrüdern war er treu verbunden. Die Leidenschaft für den Sport hat er bis ins hohe Alter behalten. Wich wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz.

Hans Wich besuchte zunächst die Volksschule in Bug und dann das Franz-Ludwig-Gymnasium in Bamberg. Nach dem Studium empfing er 1954 die Priesterweihe. Nach seinen Kaplansjahren in Burgebrach war Wich Pfarrer in Geiselwind und später in Kulmbach, wo er auch Dekan wurde. 1982 wurde er vom damaligen Erzbischof Elmar Maria Kredel zum Domkapitular ernannt. Er übernahm die Aufgaben des Ordensreferenten und des Diözesanrichters am Erzbischöflichen Offizialat. 1983 wurde er Ordinariatskanzler und Leiter der Abteilung Weltliches Personal. 1987 ernannte Johannes Paul II. ihn zum Päpstlichen Ehrenprälaten.

Auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand 1999 war er weiter in der Seelsorge aktiv. In vielen Pfarreien kam er zur Aushilfe und feierte mit den Gläubigen Gottesdienst.

Prälat Wich lebte zuletzt im Caritas-Seniorenzentrum St. Josef in Gaustadt, wo er am Dienstag verstorben ist.

Das Requiem wird am Mittwoch, 15. Mai, um 14.30 Uhr im Bamberger Dom gefeiert, anschließend ist die Beisetzung auf dem Kapitelsfriedhof im Kreuzgarten des Doms. Ab 12 Uhr ist der geschlossene Sarg im Dom zur persönlichen Verabschiedung aufgebahrt. Am Montag, 13. Mai, findet um 19 Uhr ein Totengebet im Dom statt. red

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