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Tschirn

Trampen geht auch im Sitzen

Die Mitfahrbänke sollen gerade die Querverbindung in der Rennsteigregion erleichtern. Am Freitag wurden die mobiler machenden Sitzgelegenheiten offiziell ihrer Bestimmung übergeben.
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Von Tschirn kann man über das Mitfahrerbänkla in alle Gemeinden des Rennsteigs fahren. Bei der offiziellen Inbetriebnahme waren auch die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden vor Ort.
Von Tschirn kann man über das Mitfahrerbänkla in alle Gemeinden des Rennsteigs fahren. Bei der offiziellen Inbetriebnahme waren auch die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden vor Ort.
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Die Rennsteigregion schaffte für alle Gemeinden eine Mitfahrbank an. Die offizielle Vorstellung fand am Freitag in Tschirn statt. Von dort aus können sich Bürger nach Teuschnitz, Reichenbach, Steinbach am Wald, Ludwigsstadt oder Tettau mitnehmen lassen. Die Verfahrensweise ist zumindest in Tschirn, wo man nur in eine Richtung fahren kann, recht einfach.

Nach der Kreuzung steht in Richtung Teuschnitz eine bunte Bank, die als Mitfahrbank gekennzeichnet ist. Am oberen Balken kann an den Auswahlschildern das Ziel aufgeklappt werden. Kommt ein Autofahrer, der in diese Ortschaften fährt, kann er den auf der Bank Wartenden einfach mitnehmen.

Für die Rückfahrt gibt es am Zielort eine "Gegenbank", an der ebenfalls Schilder angebracht sind, so dass eine Rückfahrt zum Ausgangspunkt möglich ist. Ziel ist es dabei, das Mobilitätskonzept zu ergänzen. Bürgermeister Peter Klinger (CSU) meinte, dass man in Tschirn eine gute Verbindung mit Bussen zur Kreisstadt habe. Die Querverbindung zum Rennsteig sei bisher nicht so toll, deshalb komme die Mitfahrerbank gerade recht.

In einem der regelmäßigen Treffen der ARGE Rennsteig habe man das beschlossen und sich auch um die von Oberfranken Offensiv angepriesenen Bänke beworben. Vier Bänke habe man vom Demografie-Kompetenzzentrum erhalten, zwei weitere der bunten Bänke wurden von den Kommunen zugekauft. Mit je einer Bank in den Mitgliedsgemeinden will man das Projekt starten.

Als erfreulichen Nebeneffekt bezeichnete der Bürgermeister, dass diese Bänke in einer Werkstätte für Behinderte in Oberfranken hergestellt werden. Die teilnehmenden Gemeinden hoffen natürlich, dass dieses Angebot von möglichst vielen angenommen wird.

Sabine Nuber von Oberfranken Offensiv war ebenfalls erfreut, dass man einer sozialen Einrichtung einen schönen Auftrag verschaffen konnte und gleichzeitig damit die Verbindungen auf dem Land erleichtert. Man habe bei der Beschaffung auf hochwertige Ausführung großen Wert gelegt.

Sie erinnerte daran, dass man bei dem Wettbewerb total überrannt worden sei. Oberfranken Offensiv habe deshalb den Vergabemodus schnell ändern müssen, so dass man eine faire Verteilung in ganz Oberfranken erreichte.

Die Rennsteigregion habe dabei auch mit den Konzept der überregionalen Antragsstellung überzeugt. Bei den anderen Bewerbungen waren immer nur einzelne Kommunen als Antragsteller aufgetreten.

Jürgen Braun von der ausführenden Werkstatt meinte, dass man durch den bunten Anstrich ein Erkennungsmerkmal geschaffen habe. Thomas Luger vom Verein Rennsteig-Region meinte, dass man den Nutzern die Vorgehensweise noch einmal erklären sollte. Der Verein werde das auch noch online erklären. Am besten sei es jedoch, die Mitfahrbänke selbst auszuprobieren und dann Mundpropaganda zu betreiben.

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