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Trachtengruppe in Burgebrach feiert 30-jähriges Bestehen

Die Trachtengruppe des Heimat- und Verschönerungsvereins Burgebrach feierte ihr 30-jähriges Jubiläum mit einem Festgottesdienst und einem Jubiläumsabend im Kulturraum von Burgebrach. Einen passenderen...
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Die Trachtengruppe des Heimat- und Verschönerungsvereins Burgebrach feierte ihr 30-jähriges Jubiläum mit einem Festgottesdienst und einem Jubiläumsabend im Kulturraum von Burgebrach.

Einen passenderen Ort als den Kulturraum hätten sich die Trachtler nicht aussuchen können. Verkörpern sie doch die Kultur Burgebrachs in seiner reinsten Form. Der erst kürzlich sanierte Saal wurde extra für diesen Abend noch ein Stück festlicher dekoriert: Im Eingangsbereich empfingen zwei Puppen in fränkischer Tracht die Gäste. Eine Bilderausstellung informierte über die Historie der Trachtengruppe. Die Rückseite der Bühne zeigte ein großes Bühnenbild mit den wichtigsten historischen Gebäuden von Burgebrach. Gemalt von einem früheren Burgebracher Hans Neser.

Die Veranstaltung selbst wurde sehr kurzweilig durch Musikstücke, Anekdoten und kleine Sketsche des Duos Elisabeth Finster und Rita Ludwar sowie der Trachtengruppe aus Kemmern, der "Kemmärä Kuckuck", gekonnt untermalt.

Der Dank des Bürgermeisters

Bürgermeister Johannes Maciejonczyk, gleichzeitig auch Schirmherr für das 30-jährige Jubiläum, dankte in seiner Festrede dem Leiter der Trachtengruppe Dieter Wächtler für seine Leidenschaft für die Tracht: "Du hast ganz Großes für die Marktgemeinde geleistet. (...) Wir wollen unsere Trachtler nicht mehr missen. Ihr seid verdammt gut herzuzeigen!" Der Bürgermeister nahm damit Bezug auf die vielen Veranstaltungen der Vergangenheit, bei denen die Trachtengruppe mit ihrer vielfarbigen Tracht den Namen Burgebrachs über die Gemeindegrenzen hinweg würdig vertreten hat. Und das nicht nur innerhalb des Landkreises Bamberg, sondern sogar bayernweit: Die Trachtengruppe des Heimatvereins hatte im Jahr 1991 einmal die Ehre, beim berühmten Trachtenfestzug des Münchner Oktoberfestes mit zu marschieren. Angefangen hätte alles mit einem Aufruf im Mitteilungsblatt der Gemeinde durch den damaligen langjährigen Vereinsvorsitzenden Rudi Fischer, erinnerte Maciejonczyk. Und tatsächlich hätten gleich zu den ersten Nähkursen für eine Tracht 57 Teilnehmer begeistert werden können.

Die Trachtenexpertin Birgit Jauernig, Leiterin der Trachtenberatung des Bezirks Oberfranken, stellte in ihrem Grußwort die Höhen und Tiefen der Trachtenförderung in Oberfranken dar. Die 80er Jahre gelten aufgrund der großzügigen Förderungen der Regierung und aufgrund zusätzlicher Grenzlandförderung als Blütezeit der Tracht in Oberfranken. "Damals sind Förderbescheide noch direkt an die Vereine ergangen", sagte die Referentin. Leider seien jedoch ab dem Jahr 2003 die staatlichen Zuschüsse gekürzt und nur noch an die Trachtenverbände gezahlt und nicht mehr die einzelnen Vereine gefördert worden, bedauerte Birgit Jauernig. red

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