Ebern
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Tour folgte dem Ludwig-Donau-Main-Kanal

Dieser Tage fand die Radtour der Lebenshilfe Ebern statt. Zum zwölften Mal hatte der Vorsitzende Hans-Werner Steger zu einer interessanten Tagesradtour eingeladen. Die Teilnehmer begaben sich auf Spur...
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Dieser Tage fand die Radtour der Lebenshilfe Ebern statt. Zum zwölften Mal hatte der Vorsitzende Hans-Werner Steger zu einer interessanten Tagesradtour eingeladen. Die Teilnehmer begaben sich auf Spurensuche nach dem ehemaligen Ludwig-Donau-Main-Kanal.

Zu der Tour trafen sich ehemalige Lebenshilfe-Schüler, die Vorstandschaft, Bewohner des "Sonnenhofes" und Freunde der Lebenshilfe auf dem Realschulplatz in Ebern. Insgesamt nahmen 21 Radler teil, wie die Lebenshilfe in Ebern mitteilte.

Der erste Streckenabschnitt führte über Rentweinsdorf und Reckendorf nach Baunach und weiter nach Kemmern und Hallstadt. In Bamberg wurde die Schleuse 100 angefahren. Sie ist die letzte Schleuse des alten Kanals. Der Kanal wurde unter König Ludwig I. von 1836 bis 1845 erbaut und verband die Donau bei Kelheim mit dem Main bei Bamberg. Auf der Länge von 172 Kilometern gab es 100 Schleusen. Dass das bewundernswerte Bamberger Stück Industriegeschichte noch funktionstüchtig ist, wurde bei der Rast mit der Schleusung eines Sportbootes unter Beweis gestellt. Neben dem Bauwerk ist noch das idyllische Schleusenwärterhäuschen erhalten.

Von der alten Schleuse ging es weiter durch den Hain zur neuen Bamberger Schleuse, deren gewaltige Ausmaße durch die Einfahrt eines Kreuzfahrtschiffes demonstriert wurde. Sie ist dreimal so lang und fast dreimal so breit wie die Schleuse 100.

Die Weiterfahrt erfolgte auf dem gut ausgebauten Radweg am neuen Kanal entlang nach Hirschaid, Altendorf und Eggolsheim. Hier wurde ein kleiner Abstecher vom Radweg zur Schleuse 94 gemacht. Zur Freude vor allem der jüngeren Teilnehmer ist sie begehbar, und die gewaltigen Tore lassen sich von Hand bewegen.

Die letzte Spur des alten Kanals fanden die Radler in Forchheim. An der Kreuzung Bamberger Straße/Ecke Adenauerallee steht das schöne Schleusenwärterhaus der Schleuse 92. Der östliche Teil der Adenauerallee ist der ehemalige Kanal.

Nach 72 Kilometern war es Zeit, im Forchheimer Kellerwald einzukehren. Zufrieden und gut gelaunt ging es später zum Bahnhof, um den Heimweg mit dem Zug anzutreten. red

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