Bamberg

Totentanz in der Gönningerkapelle

Totentanz ist ein Genre der religiösen Kunst von europäischem Rang. Die Konfrontation mit dem Tod, zumal dem eigenen, erzeugt zunächst einmal Schrecken, Abwehr, Scheu. Das Tröstliche findet sich darin...
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Totentanz ist ein Genre der religiösen Kunst von europäischem Rang. Die Konfrontation mit dem Tod, zumal dem eigenen, erzeugt zunächst einmal Schrecken, Abwehr, Scheu. Das Tröstliche findet sich darin, dass keiner dem Tod entkommen kann. Der Tod ebnet die Unterschiede zwischen den Menschen ein. So ist Totentanz immer gleichzeitig Mahnung und Tröstung.

Der Glaskünstler Johannes Schreiber schuf 2015 im südlichen Pavillon im Garten des Klosters Michaelsberg einen speziellen Totentanz als Glasmosaiken in engem Bezug zur Bamberger Lebenswelt.

Um ihn zumindest einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen, laden Johannes Schreiber, Eduard Resatsch und Karl Martin Leicht mit Unterstützung der Kirchenverwaltungen St. Gangolf und St. Otto zu einem Abend mit Bild, Text und Klang ein. Inspiriert von den Wortteilen "Tod" und "Tanz" hat der in Bamberg heimische Cellist und Komponist Eduard Resatsch ein Stück für zehn Instrumente/fünf Musiker komponiert. Aufgeführt wird es am Montag, 22. Oktober, um 19.30 Uhr in der Gönningerkapelle (Siechenstraße 86). Es spielt ein Ensemble aus Mitgliedern der Bamberger Symphoniker und des Konzerthausorchesters Berlin. Einen interpretierenden Text in Form einer zwölfstrophigen Predigt steuert Karl Martin Leicht bei.

Weitere Aufführungen finden am Mittwoch, 24., und Freitag, 26. Oktober, jeweils um 19.30 Uhr statt. red

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