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Ebern

Topp, die Wette gilt!

Bürgermeister Jürgen Hennemann hat im Vorfeld des morgigen Blutspendetermin in Ebern eine gar nicht so leichte Aufgabe.
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Das Bayerische Rote Kreuz freut sich am Freitag auf viele Blutspender. Wegen einer Wette zwischen Roten Kreuz und Stadt steht der Blutspendetermin unter einem besonderen Vorzeichen.  Foto: Bayerisches Rotes Kreuz
Das Bayerische Rote Kreuz freut sich am Freitag auf viele Blutspender. Wegen einer Wette zwischen Roten Kreuz und Stadt steht der Blutspendetermin unter einem besonderen Vorzeichen. Foto: Bayerisches Rotes Kreuz

Topp, die Wette gilt! Schafft es Bürgermeister Jürgen Hennmann, 13 Mitglieder des Stadtrats und 13 Mitarbeiter der Verwaltung für die Teilnahme am morgigen Blutspendetermin des BRK in Ebern zu motivieren? Diese Herausforderung hat ihm das Rote Kreuz gestellt, Hennemann ist die Wette eingegangen. Die Spannung steigt.

In der Frauengrundhalle hatte unlängst ein Ehrenabend des BRK-Kreisverbands Haßberge stattgefunden, bei dem treue Blutspender ausgezeichnet wurden. Dabei hatte Michael Will, Pressesprecher des BRK-Kreisverbands, dem Bürgermeister diese Wette vorgeschlagen.

Aber wieso ausgerechnet jeweils 13 Vertreter des Stadtrats und der Verwaltung? Das hat einen aktuellen Hintergrund. "Im Landkreis Haßberge ist die Bevölkerung besonders engagiert, was das Blutspenden angeht", sagt Michael Will. Das mache den BRK-Kreisverband stolz. Er habe 2019 bereits zum 37. Mal in Folge den Spitzenplatz in Bayern eingenommen. "Dafür sagen wir allen Blutspendern unseren ausdrücklichen Dank."

So beteiligen sich von den rund 60 860 potenziellen Spendern im Landkreis Haßberge exakt 7836 Frauen und Männern aktiv am Blutspenden. "Das ergibt nahezu 13 Prozent der spendenfähigen Bevölkerung", rechnet Will vor. Und eben aus dieser Zahl 13 heraus sei die Idee für die Wette entstanden, die Jürgen Hennemann unter dem Applaus der 120 Gäste am Ehrungsabend spontan angenommen hat.

Es gibt keine Verlierer

"Jetzt sind wir natürlich gespannt darauf, ob es dem Bürgermeister gelingt, die Spender zusammenzubekommen", sagt der Pressesprecher. Wobei man seitens des BRK durchaus die Daumen drücke, auch wenn man die Wette dann verlieren würde. "Im Sinne der guten Sache wären wir selbstverständlich gerne Verlierer." Denn dann seien immerhin 26 zusätzliche Blutspender zu dem Termin am Freitagabend gekommen. Mit jeder der 26 Blutkonserven könne rein rechnerisch bis zu drei Menschen geholfen werden.

Ganz sicher ist sich Hennemann seiner Sache allerdings bei Weitem noch nicht, wie er vor wenigen Tagen andeutete. Die Wette sei schon wegen des Termins eine Herausforderung, da morgen Eberns Faschingsveranstaltung Nummer eins stattfinde, bei der einige Stadträte im Elferrat sitzen und in die Vorbereitungen eingebunden sind.

Verliert das BRK seine Wette, dann führen die Aktiven für den Stadtrat kostenlos den Erste-Hilfe-Kurs "Fit 50 plus" durch. Er ist gedacht für Menschen ab dem 50. Lebensjahr, kann aber natürlich auch von jüngeren Personen besucht werden.

Ab zum Altkleidersammeln

Verliert der Bürgermeister die Wette, wird er das BRK bei der nächsten Altkleidersammlung Mitte März in Ebern und Umgebung mit mindestens vier weiteren Mitgliedern aus dem Stadtrat unterstützen. "Egal, wer die Wette verliert, vom Ergebnis her ist sie für alle Beteiligten am Ende ein Gewinn", sagt der Rot-Kreuz-Sprecher Michael Will.

Um das Blutspenden nicht nur den Stadträten und Verwaltungsangestellten ein bisschen zu "versüßen", wartet auf alle Teilnehmer eine kleine Überraschung. "Wir werden jeden sprichwörtlich ganz herzlich begrüßen, schließlich ist am 14. Februar auch Valentinstag", kündigt Ingrid Böllner an. Sie leitet beim BRK-Kreisverband Haßberge die Servicezentrale Ehrenamt und ist auch Beauftragte für das Blutspenden im Landkreis Haßberge. red

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