Ailersbach
Ernte

Tomatenflut: Ingrid Roß hat das Zählen ihrer reifen Früchte aufgegeben

Andreas Dorsch Sie essen Tomaten am liebsten als Salat zur Brotzeit - Ingrid und Thomas Roß aus dem südlichen Höchstadter Ortsteil Ailersbach. Ob sie am Ende dieses Sommers noch Lust auf Tomatensalat ...
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Ingrid Roß hat heuer Tomaten ohne Ende geerntet.  Foto: Andreas Dorsch
Ingrid Roß hat heuer Tomaten ohne Ende geerntet. Foto: Andreas Dorsch

Andreas Dorsch Sie essen Tomaten am liebsten als Salat zur Brotzeit - Ingrid und Thomas Roß aus dem südlichen Höchstadter Ortsteil Ailersbach. Ob sie am Ende dieses Sommers noch Lust auf Tomatensalat haben?

Seit Jahren baut Ingrid Roß in einem Gewächshaus und unter freiem Himmel im eigenen Garten Tomaten an. Sie kann sich allerdings kaum daran erinnern, dass sie schon einmal so viele reife Früchte ernten durfte wie in diesem Jahr. "Ich wollte sie eigentlich zählen, aber das geht schon lange nicht mehr", verrät sie dem FT.

Natürlich züchtet die Ailersbacherin seit Jahrzehnten ihre Tomaten selbst. Im Herbst wird der Tomatensamen getrocknet, über den Winter gelagert, im Frühjahr gesät und wenn die Pflänzchen aufgehen, werden sie pikiert. Dann geht es ins Gewächshaus und auf die Beete im Garten.

Ingrid Roß verarbeitet nicht nur die roten Tomaten. Aus den Grünen macht sie eine Beilage, die das ganze Jahr über schmeckt. Dafür werden die Früchte nach einem alten Familienrezept eingekocht.

Ist die Tomatenflut in diesem Jahr schon eine Folge des Klimawandels? Dass das Klima das Tomatenwachstum begünstigt, bestätigt Jutta Sulzer, Sachgebietsleiterin Gartenbau beim Landratsamt Erlangen-Höchstadt. "Tomaten halten die Hitze recht gut aus", sagt Sulzer. Allerdings brauchen sie auch viel Wasser, mögen aber weder Regen, noch nasse Blätter beim Gießen.

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