höchstadt.inFranken.de  Die VR-Bank vergab 20 000 Euro für sportliches und gemeinnütziges Engagement und einen "Großen Stern des Sports".

Tolle Ideen für das Ehrenamt

Mit insgesamt 20 000 Euro förderte die VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach beim VR-Spendentag das Engagement regionaler Sportvereine und gemeinnütziger Institutionen. Gewürdigt wurden dabei die ...
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Vorstandsmitglieder Hans-Peter Lechner (links) und Johannes Hofmann (rechts) umrahmen die Erstplatzierten von "Bank & Soziales" sowie "Bank & Sport".  Foto: Ilona Hörath
Die Vorstandsmitglieder Hans-Peter Lechner (links) und Johannes Hofmann (rechts) umrahmen die Erstplatzierten von "Bank & Soziales" sowie "Bank & Sport". Foto: Ilona Hörath

Mit insgesamt 20 000 Euro förderte die VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach beim VR-Spendentag das Engagement regionaler Sportvereine und gemeinnütziger Institutionen. Gewürdigt wurden dabei die Gewinner der Wettbewerbe "Bank & Sport" sowie "Bank & Soziales". Sie haben zuerst die Jury überzeugt und sich dann in einem öffentlichen Online-Voting durchgesetzt. Der "Große Stern des Sports" in Bronze ging an einen Erlanger Sportverein.

Leger sollte die Preisverleihung sein, und so kamen die beiden VR-Vorstandsmitglieder Johannes Hofmann und Hans-Peter Lechner sofort auf das Wesentliche zu sprechen. "Nicht nur Freunde machen die Welt ein Stück weit besser, sondern auch Ehrenamtliche wie Sie", lobte Hans-Peter Lechner die gespannt lauschenden Zuhörer, darunter auch Ehrenamtliche mit Leib und Seele. "Sie beweisen tagtäglich unermüdliches, gemeinnütziges Engagement."

Wie unbürokratisch Familien in existenziellen Notlagen sofort geholfen werden kann, beweist der Deutsche Kinderschutzbund, Kreisverband Erlangen, mit seinem Notfallfonds. Im Wettbewerb "Bank & Soziales" durfte er sich über den ersten Platz und damit über eine Spende von 2000 Euro freuen. "Der Bedarf ist da, wir brauchen das Geld, um Familien zu unterstützen", sagt Ute Auschel, die den Notfallfonds seit vielen Jahren betreut. Für die Zuwendungen seien die Empfängerfamilien "echt dankbar". Geht bei einer alleinerziehenden Mutter von drei Kindern, die Hartz-IV-Empfängerin ist, die Waschmaschine kaputt, sei die Reparatur alleine nicht zu stemmen, berichtet Auschel. Bezuschusst wird zum Beispiel auch der Kauf von Windeln oder Reis, Kartoffeln und Milch.

Zehn Projekte unterstützt

Zehn Projekte aus dem sozialen Bereich wurden mit 10 000 Euro unterstützt, darunter zum Beispiel auch das Kinderzentrum Thomizil, wo Kindergartenkinder gemeinsam mit Senioren Traditionen pflegen.

In diesem Jahr erstmals vergeben wurde der mit 1000 Euro dotierte Jury-Preis. Ihn erhielt das Kinderpalliativteam der Universitätsklinik Erlangen für das kunstpädagogische Projekt "KofferRaum". Es ist für Geschwisterkinder von schwerkranken Kindern konzipiert und hat die Jury tief berührt.

Ebenfalls mit 10 000 Euro bedachte die VR-Bank die Gewinner des Wettbewerbs "Bank & Sport". Die Fitness und Konzentration stärken, die Entspannung fördern und den Gemeinschaftsgeist prägen - Sport tut gut. "Schon Kinder und Jugendliche gewinnen beim Sport an Charakter und Persönlichkeit", sagte Johannes Hofmann. "Es entwickeln sich Fähigkeiten wie Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme und Leistungswillen sowie Selbstvertrauen. Diese Eigenschaften sind ein unerlässlicher Grundstein für eine funktionierende Gesellschaft."

Deshalb fördere die VR-Bank regionale Sportprojekte und prämierte zum Beispiel den RC 50 Erlangen, der das Preisgeld in die Sanierung des für BMX-Fahrer wichtigen Starthügels investierte. Auch der TC Höchstadt war im Wettbewerb erfolgreich. Ein anderes Beispiel ist der TSV Lonnerstadt. Das Projekt "Schwimmen mit Menschen mit Beeinträchtigung" unter der Leitung von Magda Täubert errang den zweiten Platz und damit 1750 Euro. Frank Iftner, Vorsitzender des rund 900 Mitglieder starken Vereins, sagt: "Unser Verein denkt ganzheitlich, das Preisgeld bedeutet uns sehr viel."

Mit dem "Großen Stern des Sports" in Bronze und einem Preisgeld von 2000 Euro wurde in diesem Jahr der TV 1848 Erlangen für sein Projekt "Sport für Schlaganfallpatienten" ausgezeichnet. Vereinsmitglieder holen Hochbetagte aus einem Einzugsbereich von 30 Kilometern zu Hause ab, um sie mittels Rollator-Sport an sozialen Kontakten und sportlicher Betätigung teilhaben zu lassen. "Wir wollen alternde Menschen im Sport behalten, sie sollen aktiv bleiben", erläutert Jörg Bergner, Vorsitzender des TV 1848 Erlangen. Er nahm den Bronzestern stellvertretend für den Projektinitiator Günther Beierlorzer entgegen. Der Verein versteht sich, so Bergner, als Sozialpartner für die Erlanger Bevölkerung. red



Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren