Pommersfelden

Tödlicher Unfall auf der B 505

Ein schwerer Verkehrsunfall auf der B 505 bei Pommersfelden forderte am Samstag die Einsatzkräfte. Mehrere Personen wurden schwer verletzt, eine Person ist in der Klinik gestorben.
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Bei einem schweren Verkehrsunfall im Kreis Bamberg wurden am Samstagnachmittag elf Personen teils lebensgefährlich verletzt. Ein Mensch starb. Vier Fahrzeuge waren in den Unfall verwickelt. Foto: News5/Merzbach
Bei einem schweren Verkehrsunfall im Kreis Bamberg wurden am Samstagnachmittag elf Personen teils lebensgefährlich verletzt. Ein Mensch starb. Vier Fahrzeuge waren in den Unfall verwickelt. Foto: News5/Merzbach

Am Samstagnachmitttag kam es auf der B 505 zwischen Hirschaid und Pommersfelden, etwa einen Kilometer vor der Anschlussstelle Pommersfelden, zu einem tragischen Verkehrsunfall mit vier beteiligten Fahrzeugen. Dabei wurden elf Personen teilweise schwer bis lebensgefährlich verletzt. Eine Person ist inzwischen verstorben.

Überholverbot missachtet

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ereignete sich folgender Unfallhergang: Gegen 16.30 Uhr überholte ein mit drei Personen besetzter Mercedes im absoluten Überholverbot ein bislang unbekanntes Fahrzeug. Das Überholmanöver passierte an einer Stelle, an der die B 505 zweispurig in Richtung Höchstadt führt und einspurig in Richtung Hirschaid. Der Unfallverursacher hatte wohl die durch eine Doppellinie getrennte Fahrspur gewechselt, um zu überholen.

Auf der Gegenspur kollidierte der Fahrer zunächst mit einem entgegenkommenden Renault. Der war ebenfalls mit drei Personen besetzt. Im Anschluss stieß der Wagen mit einem Nissan zusammen. In diesem saß ein Ehepaar und deren fünf Kinder im Alter von ein bis zwölf Jahren. Ein weiteres entgegenkommendes Fahrzeug, ein Mercedes Sprinter, kollidierte ebenfalls mit dem Unfallverursacher.

Bei dem Frontalzusammenstoß mit dem Nissan überschlug sich das Familienauto und blieb auf der Seite liegen. Die teils eingeklemmten Personen mussten von der Freiwilligen Feuerwehr Hirschaid aus dem Fahrzeug befreit werden.

Fahrer gesucht

Die teils lebensgefährlich verletzten Personen wurden mit drei Hubschraubern und mehreren Rettungswagen in verschiedene Kliniken eingeliefert. Der 41-jährige Fahrer des Nissan erlag in der Klinik seinen schweren Verletzungen.

Die Polizeiinspektion Höchstadt ist mit der Unfallaufnahme betraut. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde zur genauen Klärung der Unfallursache ein Gutachter hinzugezogen. Alle beteiligten Fahrzeuge sind sichergestellt und werden auf Spuren untersucht. Die Feuerwehr Hirschaid und umliegende Feuerwehren unterstützen die Polizei bei den Bergungs-, Absperr- und Umleitungsmaßnahmen. Es wurde neben den Rettungsmaßnahmen weiterhin ein Fahrzeugschwellbrand gelöscht. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes unterstützten die Notfallsanitäter der Feuerwehren den Notarzt. "Durch die massive Anzahl an Verletzten kam der Regelrettungsdienst an seine Grenzen", posteten die Feuerwehren nach dem Unfall. Etwa 120 Einsatzkräfte waren vor Ort. "Den Einsatzkräften bot sich ein großes Trümmerfeld", sagte Bambergs Kreisbrandinspektor Alexander Ruderich.

Bundesstraße lange gesperrt

Für die Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr sei es eine große Herausforderung gewesen, mit der Situation zurechtzukommen. Vor Ort sei deshalb auch die psychosoziale Nachsorge gewesen, so die Mitteilung der Einsatzleitung.

Bis der Sachverständige und die Polizei sowie die vier Abschlepper die Straße wieder freigaben, sicherten die Feuerwehren die Einsatzstelle. Die Bundesstraße 505 war für den Verkehr in beiden Richtungen bis 21.25 Uhr gesperrt.

Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist bislang nicht bekannt. Die Polizei bittet den Fahrer des bislang unbekannten Autos, der von dem Unfall verursachenden 67-jährigen Mercedes Fahrer überholt wurde, sich unter der Telefonnummer 09293/639414 zu melden. red

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