LKR Bamberg
KOMMENTAR von Anette Schreiber

To Go und nicht To Throw

Ja, ich gebe es zu, ich habe mit Begeisterung Dinge aus dem Autofenster herausgeworfen und im Fahrtwind verschwinden lassen. Papiertaschentücher vorzugsweise. Das war in der Grundschulzeit. Später wuc...
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Ja, ich gebe es zu, ich habe mit Begeisterung Dinge aus dem Autofenster herausgeworfen und im Fahrtwind verschwinden lassen. Papiertaschentücher vorzugsweise. Das war in der Grundschulzeit. Später wuchs das Umweltbewusstsein und Lehrer brachten uns bei, dass mit aus dem Fensterwerfen die Entsorgung nicht erledigt war. Und dass genau deswegen irgendjemand anderer diese Sauerei beseitigen muss und dabei ganz sicher keinerlei Spaß empfindet.
Dann war ich in Amerika und stieß auf Schilder, die einem den Gedanken ans Rauswerfen ordentlich verleideten - einige Tausend Euro wurden pro Wurf fällig, wenn man dabei erwischt wurde. Die Lektion versuchte ich ohne Geldeinsatz zu lernen. Leider wird ein US-Import stark missverstanden: To-Go-Menüs und Getränke. Sind keine To-Throw-Sachen, deren Verpackung man also einfach so wohin wirft. Welcher Art auch immer, selbst verursachter Müll muss auch selbst und ordentlich entsorgt werden. Wie daheim. Hoffentlich.
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