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Tierschutzverein will 2020 mit Erweiterungsbau starten

In der Jahreshauptversammlung des Tierschutzvereins Forchheim, zu der zahlreiche Mitglieder erschienen, ging es um das Thema "Bayern und der Tierschutz". Bayern war laut Pressemitteilung des Vereins d...
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In der Jahreshauptversammlung des Tierschutzvereins Forchheim, zu der zahlreiche Mitglieder erschienen, ging es um das Thema "Bayern und der Tierschutz".

Bayern war laut Pressemitteilung des Vereins das einzige Bundesland, in dessen Haushalt keine Mittel zur Unterstützung der Tierheime bereitgestellt wurden. Aber Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) habe dann ein Versprechen gegeben, nämlich circa zwei Millionen Euro zur Verfügung stellen zu wollen. Die Gelder sollen zum Beispiel für dringend erforderliche Sanierungen älterer Tierheime, Bezuschussung von Neubauten, Erstattung von Kosten für betreute Tiere aus beschlagnahmten Transporten sowie Kastrationsaktionen verteilt werden. Die Förderung sollte vorerst nur für zwei Jahre bewilligt werden, was die Tierschützer als einen "Teilsieg" werteten. Die Vorsitzende Marianne Wende ist nun gespannt, wie viel und ob überhaupt was für das Tierheim Forchheim, das noch heuer einen Antrag zur Bezuschussung eines erforderlichen Erweiterungsbaus stellen werde, von dem in Aussicht gestellten Kuchen abbekommen werde. Noch 2019 soll die Tierheimerweiterung geplant werden, damit mit dem Bau 2020 begonnen werden kann.

Im vergangenen Jahr stand im Vordergrund der Arbeit des Tierschutzvereins die Pflege und Vermittlung der im Tierheim aufgenommenen Tiere, der Tierschutz im Landkreis, die Beratung von Tierhaltern, die Kontrolle von mangelhaften Tierhaltungen und vieles mehr.

759 Tiere kamen zur Aufnahme ins Tierheim: gefunden, herrenlos zurückgelassen, abgegeben aus Not oder weil nicht mehr gewollt, beschlagnahmt, weil mangelhaft untergebracht und krank, noch nicht überlebensfähige Wildtiere, die bis zur Auswilderung versorgt werden mussten.

Die Arbeit im Tierheim wurde rund um die Uhr bewältigt von sechs Halbtagskräften und ehrenamtlichen Mitarbeitern. Die Anlage wurde instandgehalten und teilrenoviert vom Hausmeister mit seinen Helfern. Ein Bauwagen wurde angeschafft und als Taubenschlag ausgebaut, um den Bestand der um das Tierheim lebenden Tauben und deren Nachkommenschaft kontrollieren zu können.

In 34 Ortschaften im Landkreis Forchheim wurden über 203 freilebende Hauskatzen kastriert, um deren unkontrollierte Vermehrung einzudämmen, eingegangenen Meldungen wegen Tierquälerei beziehungsweise Haltungsmängeln nachgegangen und in zahlreichen Nachteinsätzen entlaufene und verletzte Tiere geborgen.

Das Angebot der Hundeschule und die monatlichen Trödelmärkte erfreuten sich großer Beliebtheit und halfen, die Tierheimkasse aufzubessern. Die Schatzmeisterin Burgi Erler erläuterte den Kassenbericht. Etwa 220 000 Euro betrugen die Ausgaben. Trotz Spenden, Zuwendungen aus Stiftungen, Erlösen aus Veranstaltungen, Mitgliedsbeiträgen und Patenschaften, Schutzgebühren für Tiere, Zuwendungen von Stadt, Landratsamt und Gemeinden sowie ehrenamtlichem Engagement musste auf Rücklagen zurückgegriffen werden.

In den Neuwahlen wurde Marianne Wende als Vorsitzende bestätigt, gefolgt von Schneider-Knapp Christine als Zweite und Karin Adelmann als Dritte Vorsitzende sowie Schatzmeisterin Burgi Erler und Schriftfüherin Sylvia Rothenaicher. Ebenfalls wiedergewählt wurden die Revisoren Gisela Heiser und Karin Scheler und auch die Beiratsmitglieder Rosemarie Bengel, Susanne Diterich, Heidi Kraus, Kornelia Neubauer, Birgit und Dagmar Schmitt und die Tierärztin Andrea Strauß. Thomas Haas stand als Beiratsmitglied nicht mehr zur Verfügung. red

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