Baiersdorf
Schneechaos

THW Baiersdorf ist zurück vom Einsatz im Voralpenland

Das Technische Hilfswerk (THW) hat seinen Großeinsatz im Voralpenland beendet. Im Durchschnitt waren bis zu 1000 ehrenamtliche Kräfte aus den 111 bayerischen THW-Ortsverbänden täglich im Einsatz, teil...
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Helfer des THW-Ortsverbands Baiersdorf trugen mittels Drehleiter die Schneemassen vorsichtig vom Dachüberstand ab.  Foto: Ernst Hell
Helfer des THW-Ortsverbands Baiersdorf trugen mittels Drehleiter die Schneemassen vorsichtig vom Dachüberstand ab. Foto: Ernst Hell

Das Technische Hilfswerk (THW) hat seinen Großeinsatz im Voralpenland beendet. Im Durchschnitt waren bis zu 1000 ehrenamtliche Kräfte aus den 111 bayerischen THW-Ortsverbänden täglich im Einsatz, teilt das Hilfswerk mit. In Spitzenzeiten waren bis zu 1400 Helfer aktiv, auch mit Unterstützung der Ortsverbände aus den Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein Westfalen. Der THW-Ortsverband Baiersdorf war vom 11. bis 18. Januar mit bis zu 21 Kräften im Einsatz.

Extrem starke und lang anhaltende Schneefälle hatten im südbayerischen Alpenraum für bis zu 2,5 Meter Schneehöhe gesorgt. Die Landkreise Bad-Tölz, Berchtesgadener Land, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach und Traunstein hatten den Katastrophenalarm ausgerufen. Die Hauptaufgaben der ehrenamtlichen Einsatzkräfte des THW lagen im Freiräumen von Dächern, Einschätzen der Statik von Gebäuden, Räumen von Schneemassen mit Radladern, Beseitigen von Schneebruch und Freiräumen von Hauptverkehrswegen. Zudem leisteten die Einsatzkräfte Führungsunterstützung und Fachberatung der Einsatzleitungen sowie logistische Versorgung.

Mit Ladekränen gesichert

Um die Sicherheit der Einsatzkräfte beim Schneeräumen auf den Dächern zu gewährleisten, setzte das THW rund 38 Baufachberater ein. Diese untersuchten Schneedichte, Vereisungsgrad und Wassergehalt des Schnees an den Einsatzstellen. Somit konnten sie feststellen, welche Dächer mit hoher Priorität geräumt werden mussten. An gefährlichen Punkten wurden die Helfer von THW-Ladekränen gesichert, von denen 42 Stück eingesetzt wurden.

Der Ortsverband Baiersdorf unterstützte die örtlich ansässigen Kräfte beim Räumen der Dächer von den immensen Schneemassen im Berchtesgadener Land sowie im Landkreis Traunstein. Auch das Abstützen von Dachüberhängen gehörte zu den Einsatzaufgaben. Im Einsatz waren aus Baiersdorf der Zugtrupp, die erste und zweite Bergungsgruppe sowie der Unimog-Kran mit teilweise wechselnder Mannschaft. Nachdem die letzten Einsatzaufgaben im Katastrophengebiet abgearbeitet waren, kehrten die Einheiten am Freitag wieder zurück. red

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