Marktrodach
Werkbühnenaufführung

Theaterstück "In der Hölle wird gescheuert"

"Ich habe immer denselben Teufel, das ist Nachhaltigkeit", sagt Regisseur Daniel Leistner über sein Stück "In der Hölle wird gescheuert" von Christian Dietrich Grabbe. Ab Freitag, 15. März, feiert die...
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Landrat Klaus Löffler (von links), Bürgermeister Norbert Gräbner, Julia Knauer und Regisseur Daniel Leistner freuen sich auf die Werkbühne 2019 in Marktrodach. Foto: Maria Löffler
Landrat Klaus Löffler (von links), Bürgermeister Norbert Gräbner, Julia Knauer und Regisseur Daniel Leistner freuen sich auf die Werkbühne 2019 in Marktrodach. Foto: Maria Löffler

"Ich habe immer denselben Teufel, das ist Nachhaltigkeit", sagt Regisseur Daniel Leistner über sein Stück "In der Hölle wird gescheuert" von Christian Dietrich Grabbe. Ab Freitag, 15. März, feiert die Werkbühne für den Landkreis Kronach ihr 40-jähriges Bestehen. Aufgeführt wird das Stück im Saal des Restaurants "Stegner's" in Marktrodach.

"Der Saal ist noch wie früher, da fahren die Leute total drauf ab", beschreibt Leistner das Ambiente. "Ich hielt die Fabrikatmosphäre im ,Dreefs‘ als Künstler für gut, aber das Publikum war ganz anderer Meinung." Und der Erfolg gibt Leistner recht, denn: "Wir hatten 2018 etwa 700 Besucher. Das sind wesentlich mehr, als wir die Jahre davor im ,Dreefs‘ hatten."

Leistner, der sich auch um die Textbearbeitung des Stückes gekümmert hat, liebt das Theater "ganz nah am Publikum". Er meint dazu: "Ich experimentiere gerne, zeige mit meinen Stücken aber auch gerne heile Welt. Die großen Klassiker präsentiere ich volksnah, verständlich und unterhaltsam." Und das tut er schon seit 1984 an unterschiedlichen Orten, unter anderem für die Werkbühne.

Fröhlich-freche Comedy

Als eine "Nummernrevue" bezeichnet er die Kronacher Kultkomödie "In der Hölle wird gescheuert", die Comedy und Wortwitz im modernen Stil präsentieren soll. Seitenhiebe auf Politik, Kultur und die Unterhaltungsbranche und eine eher unklare Handlungsstruktur sollen beim Publikum punkten. Ein "Riesenspaß" solle es werden. Eine turbulente Mischung aus Situationskomik, Slapstick und Satire, mit Rüpel- und Saufszenen - eben eine fröhlich-freche Comedy.

Die "heimelige Atmosphäre" des Aufführungsortes gefällt auch Landrat Klaus Löffler. Mit Blick auf die Werkbühne meinte er: "Es gehört schon viel dazu, 40 Jahre an einer Idee festzuhalten und dabei trotzdem immer mal neue Wege zu gehen. Die Werkbühne wertet den Kronacher Landkreis kulturell extrem auf."

Und über den Regisseur Daniel Leistner sagte er: "Das ist ein Mann, der im Mittelpunkt Deutschlands und im Herzen Europas wirkt."

Und dafür, dass man auf einen "tollen Auftakt" in diesem Jahr noch eins draufsetzt, plädierte Bürgermeister Norbert Gräbner. Er freut sich auf eine gute Inszenierung und darüber, dass die Aufführungen auch im nächsten Jahr quasi wieder in "seinem Wohnzimmer" stattfinden werden. Der Vorverkauf läuft ab sofort. ml



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