Coburg
Serie "Die Profis aus der Region unter der Lupe" (5)

Teuchert optimistisch nach Jochbein-OP - Wolf "heiß" auf Favre und Ex-Kumpels

Die Pechsträhne von Cedric Teuchert reißt nicht ab. Der Coburger Fußballprofi in Diensten des Zweitligisten Hannover 96 zog sich beim Abschlusstraining vor dem Montagsspiel gegen den SV Darmstadt 98 e...
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Daumen hoch! Cedric Teuchert (links) hat am Montag eine notwendige Jochbein-Operation erfolgreich überstanden. Der Coburger in Diensten des Zweitligisten Hannover 96 will nach eigenen Angaben 2020 wieder "stärker zurückkommen". - Mit offenen Armen empfängt am Samstag Marius Wolf (rechts/Hertha BSC Berlin) seine Ex-Kollegen von Borussia Dortmund. Ob der Einberger dann eine "offene Rechnung" mit BVB-Coach Lucia Favre begleichen will...? Fotos: privat/dpa
Daumen hoch! Cedric Teuchert (links) hat am Montag eine notwendige Jochbein-Operation erfolgreich überstanden. Der Coburger in Diensten des Zweitligisten Hannover 96 will nach eigenen Angaben 2020 wieder "stärker zurückkommen". - Mit offenen Armen empfängt am Samstag Marius Wolf (rechts/Hertha BSC Berlin) seine Ex-Kollegen von Borussia Dortmund. Ob der Einberger dann eine "offene Rechnung" mit BVB-Coach Lucia Favre begleichen will...? Fotos: privat/dpa
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Die Pechsträhne von Cedric Teuchert reißt nicht ab. Der Coburger Fußballprofi in Diensten des Zweitligisten Hannover 96 zog sich beim Abschlusstraining vor dem Montagsspiel gegen den SV Darmstadt 98 einen Bruch des Jochbeins zu und wurde bereits erfolgreich operiert. Es ist seine dritte Verletzung in den letzten zwölf Monaten, die ihn zu einer Pause zwingt.

Der 22-Jährige hat sich auch schon bei Instagram zu Wort gemeldet und ein Update zu seiner Gesundheit gegeben: "Ich werde wieder stärker zurückkommen", verspricht er seinen Anhängern.

Malheur im Abschlusstraining

Für den ehemaligen Coburger Jugendkicker, der über die Stationen 1. FC Nürnberg und Schalke 04 vor dieser Saison den Weg zu den Niedersachsen fand, ist die Hinrunde jedoch so gut wie gelaufen. Das Malheur ereignete sich am Sonntag, als er mit einem Mitspieler unglücklich zusammenprallte. Wenn der Heilungsprozess gut verläuft, und davon geht der stets optimistisch eingestellte Ex-U 21-Nationalspieler aus, könnte er beim Vorbereitungsstart für die Rückrunde wieder dabei sein.

Die Leihgabe des FC Schalke 04 ist nach der OP zuversichtlich und will dem Team schnellstmöglich wieder helfen. Und das wird auch notwendig sein, denn seine im eigenen Stadion noch sieglose Mannschaft spielt derzeit überraschend gegen den Abstieg aus der 2. Liga. Die 1:2-Heimniederlage am Montagabend gegen Darmstadt hat die Lage der Hannoveraner nämlich noch einmal empfindlich verschärft. Nach dem misslungenen Debüt von Kenan Kocak auf der Trainerbank - er löste am 14. November den glücklosen Mirko Slomka ab - rangiert das Team mit nur 14 Punkten aus 14 Spielen auf dem drittletzten Platz. "Cedi" brachte es bislang auf zwei Tore und zwei Assists im 96-Dress.

Wolf gegen seinen Arbeitgeber

Vor einem brisanten Spiel gegen seinen eigenen Arbeitgeber steht der zweite Fußballprofi aus dem Landkreis Coburg. Der Einberger Marius Wolf trifft mit Hertha BSC Berlin am Samstag ausgerechnet auf Borussia Dortmund. Beim "Krisengipfel" - sowohl BVB-Trainer Lucian Favre nach dem 3:3 gegen Paderborn, als auch Hertha-Coach Ante Covic (0:4 beim FC Augsburg) müssen um ihren Job bangen - kann der 24-Jährige sogar zum Zünglein an der Waage werden und die Lage bei "seiner" Borussia noch verschärfen.

In der Hauptstadt ein Leitwolf

Wolf ist in Berlin längst angekommen, zählt inzwischen sogar zu den "Leitwölfen". Im System von Covic hat er sich auf der rechten Außenbahn, die er offensiv wie defensiv bekleidet, unverzichtbar gemacht. Für den DFB-Pokalsieger von 2018 ist es nach eigenen Worten aber "völlig egal", auf welchem Posten er eingesetzt wird: "Ich will der Mannschaft helfen, für mich ist es positiv, dass ich mehrere Positionen spielen kann."

Unter Favre wenig Chancen

Beim BVB unter dem Schweizer Coach befand sich der ehemalige Rödentaler Jugendspieler dagegen trotz einer guten Vorbereitung und aufgrund der namhaften Konkurrenz im Mittelfeld auf dem Abstellgleis. Im Sommer kam er lediglich im Supercup zu einem Kurzeinsatz. Und das obwohl der ehrgeizige Außenbahnspieler 2018 für rund fünf Millionen Euro Ablöse von Eintracht Frankfurt zum BVB wechselte und im Laufe der Rückrunde 2018/2019 häufig als Ersatz-Rechtsverteidiger zum Einsatz kam.

Vertrag noch bis Sommer 2023

Obwohl sein Vertrag in Dortmund noch bis zum 30. Juni 2023 läuft, kann er in drei Tagen in seinem Lieblingsstadion - mit der Frankfurter Eintracht holte er schließlich den Pott im Olympiastadion - gegen seine Ex-Kumpels für Furore sorgen. Und mit einem entscheidenden Tor vielleicht sogar Favre "abschießen"... oph

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