Forchheim
Geburtstag

Tennisspieler Erwin Fitzke feiert 90.

Noch vor zwei Jahren hat Erwin Fitzke Tennis gespielt. Denn der Sport ist und war seine Leidenschaft und sein Lebenselixier. Lange Zeit war er aktiver Sportler des TC Forchheim und spielte europaweit ...
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Erwin Fitzke
Erwin Fitzke

Noch vor zwei Jahren hat Erwin Fitzke Tennis gespielt. Denn der Sport ist und war seine Leidenschaft und sein Lebenselixier. Lange Zeit war er aktiver Sportler des TC Forchheim und spielte europaweit Tennisturniere. Jetzt feierte der rüstige Forchheimer seinen 90. Geburtstag.

"Das sind meine Gene", sagt der Jubilar und verrät: "Ich habe nie geraucht, nicht getrunken und solide gelebt." Seinen runden Geburtstag feierte Fitzke in seinem Eigenheim am John-F.-Kennedy-Ring mit seiner Lebensgefährtin Gertrud, die ihn regelmäßig besucht und sich um ihn sorgt. Auch die Tochter Andrea gratulierte, ebenso zahlreiche Nachbarn, Freunde und Bekannte. Vizelandrätin Rosi Kraus und Bürgermeister Franz Streit (beide CSU) überbrachten die Grüße von Landkreis und Stadt. Die Glückwünsche der Pfarrgemeinde St. Johannis übermittelte Gemeindediakonin Beate Wagner. Der Jubilar erzählt, dass er "immer geradeaus gegangen" sei. Geboren und aufgewachsen mit sechs Geschwistern ist Erwin Fitzke in Pommern. Mit 15 Jahren wurde er 1944 noch zum Kriegsdienst eingezogen und kam in russische Gefangenschaft, aus der ihm die Flucht gelang. Danach arbeitete er drei Jahre auf einem Bauernhof. Von seiner Familie hatte er nichts mehr gehört. Mit dieser kam er erst später wieder in Gelsenkirchen zusammen.

Als er 20 Jahre alt war, beschloss er, sein Fachabitur in Abendkursen nachzuholen und Maschinenbautechnik zu studieren. Er lernte seine Ehefrau Sigrid kennen, die er 1955 heiratete und mit der er viele Jahre in Düsseldorf lebte. Aus beruflichen Gründen entschied er sich Ende der sechziger Jahre, Forchheim zu seiner neuen Heimat zu machen, und er wurde ein "Forchheimer", in seinem Umkreis beliebt und geschätzt. Mit seiner Sigrid, die vor drei Jahren verstarb und mit der er noch die diamantene Hochzeit feiern konnte, hatte er ein Haus am Kennedy-Ring gebaut. Beruflich hatte Fitzke großen Erfolg: Er wurde Chef-Ingenieur bei der Firma Hertel in Fürth und blieb es bis zu seiner Pensionierung.

Gerne blickt der Jubilar auf die Zeit der vielen gesellschaftlichen Aktivitäten zurück, die er mit Idealismus und Begeisterung ausübte und die ihn stets auf Trab hielten. So war er einige Male Faschingsprinz der Eintracht Forchheim, mit Vergnügen schwang er das Tanzbein, und im Eintracht-Chor war er ein gefragter Tenor, dessen Ehrenmitglied er nach 50-jähriger Zugehörigkeit wurde. Außerdem gründete er einen Kegelclub, der jedoch nicht mehr besteht.

Erwin Fitzke interessiert sich für das Weltgeschehen, vor allem für den Tennissport.

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