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Dörfles-Esbach

Tennet lockt die Sprinter

380-KV-Trasse  Der Netzbetreiber will schnell auf die Grundstücke kommen.
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Bei der Blutspenderehrung (von links): Boris Friedel, Udo Döhler Günther Morgenthum, Ronald Friedel und Wolfgang Günther. Foto: Lothar Weidner
Bei der Blutspenderehrung (von links): Boris Friedel, Udo Döhler Günther Morgenthum, Ronald Friedel und Wolfgang Günther. Foto: Lothar Weidner
Dörfles-Esbach — Der Netzbetreiber "Tennet" lockt nach positivem Planfeststellungsbeschluss mit einem "Sprinterzuschlag" von 50 Cent für einen Quadratmeter, wenn die Gemeinde eine entsprechende Vereinbarung für die Nutzung gemeindlicher Grundstücke bis spätestens 10. März unterschrieben zurücksendet. Das hat Bürgermeister Udo Döhler (UBV) bei der Gemeinderatssitzung mitgeteilt.
Döhler hatte Besuch von Vertretern der "Tennet". Sie baten die Gemeinde um den Abschluss von Grunddienstbarkeitsvereinbarungen für die Inanspruchnahme gemeindlicher Grundstücke für den Bau und Betrieb der geplanten 380-kV-Leitung. Begehrt werden Grunddienstbarkeiten in Form von Geh-und Fahrtrechten, Überspannungsrechten und Maststandortrechten. "Tennet wird nicht kaufen, sondern Dienstbarkeiten im Grundbuch eintragen", erklärte Döhler. Zudem wurde der Gemeinde eine Vereinbarung über die Genehmigung von vorübergehender Inanspruchnahme von Wegen und Grundstücken während der Bauzeit vorgelegt. Dabei, das machte Döhler klar, werde von der Gemeinde ein Beweissicherungsverfahren verlangt werden. Die Höhe der Entschädigungen sei bereits mit dem Bayerischen Bauernverband abgesprochen und für alle Grundstückseigentümer gleich. Für die Gemeinde Dörfles-Esbach errechne sich somit ein Betrag von 18 712 Euro.
Ursprünglich sollte der Gemeinderat über eine entsprechende Vereinbarung mit "Tennet" beschließen. Es kam allerdings nicht dazu: Der Punkt wurde zurückgestellt - so lange bis der Planfeststellungsbeschluss der Regierung von Oberfranken der Gemeinde offiziell vorliegt.

So kann sie nicht bauen

Ärger gibt es mit einer Grundstückseigentümerin in der Weimarer Straße. Diese erstellte einen Carport und eine Stellplatzüberdachung - ohne entsprechende Baugenehmigung. Nach dessen Anforderung seitens des Landratsamtes wurde ein Bauantrag nachgereicht, der jedoch in einigen Passagen vom bereits erstellten Bau abweicht. Zudem wurden beim Bau gemeindliche Grundstücke in Anspruch genommen. Die Konsequenz: Der Gemeinderat verweigerte einstimmig sein Einvernehmen. dav

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