Verkehr

Tempolimit soll Schüler und historische Keller schützen

Der Höchstadter Kellerberg ist beides: historisch geschütztes Kulturgut und Schulweg. Wenn die Fahrzeuge ihn rauf und runter rauschen, kommt es für beide Bereiche zu Gefahren, die durch ein Tempolimit...
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Birgit Völker und Karsten Wiese freuen sich, dass die neuen Schilder das Tempo der Autos am Kellerberg drosseln. Foto: Tina Meier
Birgit Völker und Karsten Wiese freuen sich, dass die neuen Schilder das Tempo der Autos am Kellerberg drosseln. Foto: Tina Meier
Der Höchstadter Kellerberg ist beides: historisch geschütztes Kulturgut und Schulweg. Wenn die Fahrzeuge ihn rauf und runter rauschen, kommt es für beide Bereiche zu Gefahren, die durch ein Tempolimit ausgebremst werden können. Die neuen runden Schilder markieren nun das Ziel, auf das der Kellerbergverein und der Elternbeirat des Gymnasiums über ein Jahr hingearbeitet haben.
"Im März haben wir unsere Forderung mit rund 1000 Unterschriften dem Landratsamt übergeben und freuen uns, dass es nun geklappt hat", berichtet Karsten Wiese, der Vorsitzende des Kellerbergvereins, und erklärt, dass es sich bei der Straße des Kellerbergs um eine Staatsstraße handelt, die außerdem als Umgehung zur Autobahn dient. Da die Stadt das Tempolimit daher nicht beschließen konnte, mussten übergeordnete Behörden überzeugt werden.


Risse in den Kellerwänden

Für einige Bereiche der historischen Kelleranlage kommt die Maßnahme aber zu spät. "Bereits vor einigen Jahren mussten wegen der Einsturzgefahr mehrere Keller komplett mit Beton zugeschüttet und somit zerstört werden", berichtet Wiese und erklärt, dass auch in den noch erhaltenen Gemäuern durch die Erschütterungen Risse entstehen. "Diesen Monat kommen deshalb Spezialisten, die untersuchen werden, welche Stellen gestützt und verfugt werden müssen."
Und auch mit Tempo 30 ist eine weitere schwerwiegende Gefahr noch nicht gebannt. Immer wieder umgehen Lastwagen die Autobahn und schlängeln sich durch die Kelleranlage. Wiese kann da nur hilflos mit den Schultern zucken: "Verboten ist es ja bereits, aber für die Keller ist das wirklich gefährlich."
Auch Birgit Völker, die Vorsitzende des Elternbeirats, ist sehr dankbar für das neue Tempolimit, aber noch nicht vollkommen zufrieden: "Wir hätten uns gewünscht, dass Tempo 30 bis zur Ampel gilt, denn auch der untere Bereich des Berges ist für viele Kinder ein Teil ihres täglichen Schulwegs." Lobend hebt Völker den Geschwindigkeitsmesser am Fuß des Kellerbergs hervor. Dieser sorgt ihrer Meinung nach gemeinsam mit den neuen Schildern für eine gesteigerte Aufmerksamkeit der Autofahrer und für mehr Sicherheit auf und unter dem Kellerberg.


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