Weisendorf

Tempo 30 für Ortsteile wird geprüft

Die Mehrheit des Weisendorfer Gemeinderats könnte sich eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Gemeindestraßen vorstellen.
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Auf der Ortsdurchfahrt von Kairlindach könnte eine Tempo-30-Zone entstehen. Foto: Richard Sänger
Auf der Ortsdurchfahrt von Kairlindach könnte eine Tempo-30-Zone entstehen. Foto: Richard Sänger

Mit zwei Anträgen der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen beschäftigte sich der Weisendorfer Gemeinderat. So wurde beantragt, im Ortsteil Kairlindach eine Tempo-30-Zone einzurichten. Diese soll ab der Einmündung der Kreisstraße ERH 27 bis zum östlichen Ortsausgang in Richtung Neuenbürg gelten. Viele Bürger hätten sich dazu bei den Grünen gemeldet, hieß es in der Antragsbegründung, denn ein Teil des genannten Gebietes habe nur einen schmalen oder gar keinen Gehweg.

Die vielen Anrufe mochten einige Gemeinderäte nicht so recht glauben. "Schon komisch, dass die Leute immer nur bei euch anrufen." Aus der Runde wurde der Kairlindacher Gemeinderat Stefan Groß (FW) gefragt, ob er von den vielen unzufriedenen Bürgern wisse. "Früher wurde darüber mal diskutiert, aber in letzter Zeit nicht mehr", erklärte er, aber die Einrichtung einer Tempo-30-Zone mache schon Sinn.

Erweiterter Antrag

Angelika Mechthold-Schmitz (SPD) stellte den Antrag, in allen Ortsteilen mit Gemeindestraßen Tempo 30 einzuführen. Dazu sollten auch die Daten der mobilen Verkehrsüberwachungsanlage ausgewertet werden, schlug Ute-Christina Geiler von der CSU vor. Auch Karl-Heinz Hertlein (CSU) sah in den Tempo-30-Zonen eine sinnvolle Lösung, die aber nicht überall sein muss.

Schließlich einigte sich der Marktgemeinderat auf den Vorschlag von Bürgermeister Heinrich Süß (UWG), den Antrag verkehrsrechtlich zu prüfen und auch weitere Abschnitte im Gemeindegebiet daraufhin zu untersuchen. Dem Vorschlag, alle Straßen im Gemeindegebiet mit einzubeziehen, musste der Bürgermeister eine Absage erteilen, denn auf Kreis- oder Staatsstraßen habe Weisendorf keinen Zugriff, sondern könne nur Wünsche äußern oder einen Antrag stellen.

Der zweite Antrag der Grünen beinhaltete die Beteiligung der Marktgemeinde Weisendorf an der Erstellung eines Radwegekonzeptes für Alltagsradler im Landkreis Erlangen-Höchstadt. Nach Ansicht der Grünen müssten Lücken im Radwegenetz geschlossen werden, um sowohl innerorts als auch außerorts die Sicherheit zu erhöhen. Die Radwege für Alltagsradler müssen so beschaffen sein, dass sie eine schnelle Erreichbarkeit von Arbeitsplätzen oder Schulen in Höchstadt und Herzogenaurach ermöglichen. Außerdem sollen Hindernisse und Schikanen auf den Radwegen beseitigt werden. Dazu soll auch die benötigte Infrastruktur in Form von überdachten Stellplätzen an den Bushaltestellen geschaffen werden.

Der Gemeinderat stimmte dem Antrag ohne große Diskussion zu und die Gemeinde wird am 3. Dezember an einem entsprechenden Workshop im Landratsamt Erlangen-Höchstadt teilnehmen. "Da fahrt ihr aber schon mit dem Fahrrad hin?", war aus der Mitte des Gemeinderates zu hören. "ÖPNV geht auch", meinte der Bürgermeister schmunzelnd.

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