Oberthulba
Gemeinderat

Telekom und Vodafone suchen Standort für Mobilfunkmasten

Sigismund von Dobschütz Bereits Anfang Januar hatte sich der Gemeinderat von Oberthulba mit der Mobilfunkversorgung in Hassenbach und Schlimpfhof nach Anfrage der Deutschen Telekom befasst. Am Diensta...
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Sigismund von Dobschütz Bereits Anfang Januar hatte sich der Gemeinderat von Oberthulba mit der Mobilfunkversorgung in Hassenbach und Schlimpfhof nach Anfrage der Deutschen Telekom befasst. Am Dienstag war dies erneut Thema, zumal inzwischen auch Vodafone eine entsprechende Anfrage für einen Standort in Wittershausen ans Rathaus gerichtet hatte.

Zur Verbesserung der Funkversorgung in den Ortsteilen Hassenbach und Schlimpfhof sucht die Telekom einen Mobilfunkstandort, der mit neuester GSM-UMTS- und LTE-Technologie ausgestattet werden soll. In einem Anschreiben vom 9. Januar wurde die Marktgemeinde im Rahmen des Mobilfunkpaktes um Unterstützung bei der Standortsuche gebeten. Bei ihrem Sachvortrag konnte sich Geschäftsleiterin Nicole Wehner ein Schmunzeln nicht verkneifen: Die von der Telekom mit der Suche beauftragte Deutsche Funkturm GmbH ist bereits Eigentümer eines Funkmastes auf einem gemeindlichen Grundstück nahe der Frühlingstraße in Hassenbach.

"Es wäre gut, wenn wir die Funkversorgung in Hassenbach verbessern könnten", eröffnete Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU/FWG) die Diskussion. Dritter Bürgermeister Mario Götz bestätigte dies: "In Hassenbach fehlt es an allen Ecken und Enden." Gemeinderat Alexander Muth sprach mögliche Bedenken der Einwohner wegen der Nähe des Mastes im Wohngebiet an, doch stieß er beim Bürgermeister auf Granit: "Man kann nicht eine ausreichende Mobilfunkversorgung fordern, aber die dafür erforderlichen Masten nicht dulden wollen." Weitere Diskussionen in der Öffentlichkeit über Wohl und Wehe des Mobilfunks lehne er deshalb ab. "Die Verwaltung arbeitet auf Grundlage von Verordnungen. Alles andere ist Spekulation", bezog sich Schlereth auf die in Diskussionen oft vermuteten, bisher aber nicht wissenschaftlich erwiesenen Gesundheitsschädigungen.

Dennoch werde dieser Punkt in Hassenbach "heiß diskutiert", gab Mario Götz zu bedenken, weshalb er den Bürgermeister bat, die Standortsuche in der Hassenbacher Bürgerversammlung am 13. Februar anzusprechen. Zuvor will die Verwaltung mit der Deutschen Funkturm GmbH abklären, informierte Schlereth den Gemeinderat, "ob der Standort überhaupt für die Versorgung von Hassenbach und Schlimpfhof ausreicht". Schwierig dürften Alternativen zu finden sein, da in dem von der Telekom gedachten Suchkreis ausschließlich Privatgrundstücke liegen. Der Gemeinderat stimmte diesem Vorgehen einstimmig zu. Der Mobilfunkbetreiber Vodafone sucht außerhalb von Wittershausen einen Standort für eine Hochfrequenzanlage zur Versorgung dieses Gemeindeteils, wie die mit der Suche beauftragte Firma Barhold Consulting in einem Brief vom 4. Januar die Marktgemeinde informierte.

Zum Telefonieren mag die Leistung noch ausreichen, nicht aber für die Datenübertragung, bestätigten die Wittershäuser Räte. Die Verwaltung schlägt für die Errichtung eines Funkmastes ein gemeindliches Grundstück östlich der Ortschaft direkt an der Gemarkungsgrenze vor. Der Rat war einverstanden: "Der angedachte Standort käme der ganzen Diskussion entgegen." Schlereth wird darüber mit Vodafone sprechen.



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