Heßdorf

Teeküche ist zu teuer

Die Generalsanierung der Grundschule Hannberg beschäftigt die Heßdorfer Gemeinderäte in nahezu jeder Sitzung.
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Bürgermeister Horst Rehder informierte den Heßdorfer Gemeinderat in der jüngsten Sitzung über den aktuellen Stand zur Generalsanierung der Grundschule Hannberg.

Zunächst stellte Freiflächenplaner Bernd Konovsky einen Entwurf der schulischen Außenanlagen vor. So soll die obere Zufahrt ringförmig gestaltet und die Zufahrt zum Kindergarten mit eingebunden werden. Die bestehende Treppenanlage soll erweitert und unter Berücksichtigung einer Rampe auch flacher gestaltet werden. Die Lehrerparkplätze werden an der östlichen Grundstücksgrenze angeordnet und für die Feuerwehr ist eine Aufstellfläche geplant. Die Kosten schätzt der Planer auf 600 000 Euro.

Für den Innenausbau legte die Firma Apleona HSG aus Nürnberg ein Nachtragsangebot über 1700 Euro für das Gewerk "lufttechnische Anlagen" vor. Der Nachtrag betrifft die Änderung der Lüftungskanäle in der Schulküche und ist dadurch bedingt, dass durch die zu geringe bauseitige Bautiefe das Lüftungsgerät um 90 Grad gedreht werden muss. Die Raumtiefe hatte sich gegenüber der Werkplanung geändert.

Auch für das Gewerk Sanitäranlagen legte die Firma Karl Tilgner aus Fürth ein Nachtragsangebot vor. Der Nachtrag beinhaltet die notwendigen Arbeiten zum Rückbau des Waschtisch-Tragegestells und die Leitungsanschlüsse im Raum K10a (WC-Bereich). Das Nachtragsangebot beläuft sich auf rund 900 Euro brutto.

Ein weiteres Nachtragsangebot betraf das Gewerk Estricharbeiten, das die Firma Apollon Estrich und Fliesen GmbH aus Halle/Saale vorlegte. Der Nachtrag beinhaltet die Aufwendungen für zusätzliche Arbeitsleistungen für das Herstellen und Mischen des Estrichs bei Temperaturen im Frostbereich. Das Nachtragsangebot beläuft sich ausgehend von rund zehn Arbeitstagen auf 6000 Euro brutto. Die aktuelle Wetterlage führt nach Einschätzung des Architekten nicht zum Wegfall dieser Zusatzleistungen. Der Bedarf an Estrichsand wird täglich in einem erwärmten Zustand angefahren, denn ein derzeit auf der Baustelle gelagerter Sand würde gefrieren. In der Diskussion wurde allerdings bezweifelt, ob tatsächlich ein vorgewärmter Sand erforderlich ist, und das Gremium lehnte das Nachtragsangebot ab.

Zwei weitere Nachträge beinhalteten das Gewerk Trockenbauarbeiten der Firma A.S.T Trockenbau-Altbausanierung aus Pettstadt. Wie die Firma mitteilte, beinhalten die Nachträge im Wesentlichen den Einbau einer Akustikdecke mit einer F90-Unterdecke. Die Kostensumme des Nachtrags beläuft sich unter Berücksichtigung entfallender Bauleistungen auf knapp 28 000 Euro.

Ausstattung überdimensioniert

Auf der Tagesordnung stand auch die Lieferung der Teeküche im Bereich Verwaltung wie im Möblierungsplan vorgesehen. Dazu wurden insgesamt drei Kostenangebote für eine Einbauküche des gleichen Herstellers und mit der gleichen Ausstattung eingeholt.

Mindestbieter ist die Firma Küchenstudio Küche & Co, Heßdorf, mit einer geprüften Angebotssumme in Höhe von etwas unter 6000 Euro, inklusive Lieferung, Montage und Grundanschlüssen für Wasser und Strom. In der Diskussion wurde die Auffassung vertreten, dass die vorgesehene Küchenausstattung überdimensioniert erscheint und die Kosten zu hoch sind. Mit sieben gegen fünf Stimmen wurde die vorgesehene Teeküche abgelehnt.

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