Bad Staffelstein
Ausstellungseröffnung

Technik hilft im Alter beim Wohnen in den eigenen vier Wänden

Theresa Schiffl "Die meisten Menschen wünschen sich, dass sie bis zu ihrem Lebensende daheim wohnen können", sagte Landrat Christian Meißner bei der Eröffnung der Wanderausstellung "9 x selbstbestimmt...
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Zur Eröffnung der Ausstellung "9 x selbstbestimmtes Wohnen in Oberfranken" kam auch die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (Zweite von rechts).  Foto: Theresa Schiffl
Zur Eröffnung der Ausstellung "9 x selbstbestimmtes Wohnen in Oberfranken" kam auch die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (Zweite von rechts). Foto: Theresa Schiffl

Theresa Schiffl "Die meisten Menschen wünschen sich, dass sie bis zu ihrem Lebensende daheim wohnen können", sagte Landrat Christian Meißner bei der Eröffnung der Wanderausstellung "9 x selbstbestimmt wohnen in Oberfranken" in der Obermain-Therme.

Melanie Huml, bayerische Gesundheitsministerin, wies auf die vielen Möglichkeiten hin, die das Wohnen für ältere Menschen einfacher machen: "Wir wollen, dass sich die Menschen damit beschäftigen. Es gibt mittlerweile wirklich wunderbare Alltagshilfen. Aber: Wissen das die Menschen und auch, wie sie das daheim nutzen können?"

Neben der Gesundheitsministerin kamen auch der Zweite Bürgermeister Hans-Josef Stich und viele weitere Bürgermeister, um sich über das wichtige Thema zu informieren. Die Bandbreite an technischen Möglichkeiten ist enorm: automatische Tür- und Fensteröffner, Notfallsysteme, die alle elektrischen Geräte ausschalten können. "Mit guter Beratung, einem sozialen Netzwerk, das Rückhalt bietet, lässt sich das Leben von allen Beteiligten um vieles verbessern. Machbar ist alles", sagte Anton Zahneisen von der Joseph Stiftung, der auch Projektleiter war.

Die Mitarbeiter des Sachgebiets Gesundheit vom Landratsamt Lichtenfels haben zur Ausstellung ein Programm mit Vorträgen zu dem Thema gestaltet. Die Ausstellung rund um das Thema "Wohnen im Alter in den eigenen vier Wänden" ist das Ergebnis eines Forschungsprojekts, das im Winter 2017 startete. Neun Familien aus Oberfranken wurden dafür intensiv betreut: Beim "Familienrat", einer Gesprächsrunde in entspannter Atmosphäre, wurden gemeinsam Probleme besprochen und Lösungen gefunden, erklärte Zahneisen. Denn nicht nur die älteren Menschen seien von den Herausforderungen und Problemen betroffen, sondern auch ihre Familien und Bekannten.

Lösungen gibt's immer

Lösungen finden sich immer, auch wenn manche etwas Zeit brauchen, so Zahneisen: "Bei einer älteren Dame haben wir für die Rollläden einen Sensor eingebaut, damit sie sich zu bestimmten Zeiten automatisch öffnen oder schließen. Ansonsten wurden noch Kleinigkeiten verändert: Der große Tisch musste weg, da sie sonst nicht mit ihrem Rollator vorbeigekommen wäre."

Die Wanderausstellung ist noch bis zum 29. September in der Obermain-Therme zu sehen, und es gibt Vorträge wie am 17. September über Demenz. Weitere Infos gibt es auf der Homepage des Landkreises.

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