Coburg

Tapfere Leistung reicht nicht ganz

Der HSC Coburg II zeigte bei Drittliga-Spitzenreiter ThSV Eisenach seine bisher beste Saisonleistung und schnupperte bis weit in die Schlussphase hinein an der Überraschung. Doch am Ende triumphierte der Favorit mit 28:24.
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Bis weit in die Schlussphase hinein lag die Sensation in der Luft. Doch am Ende fehlten dem HSC Coburg II beim ThSV Eisenach doch die notwendigen "Körner" zur Überraschung. Das Trainer-Duo Ronny Göhl, der sich in dieser Aktion ungläubig die Haare rauft, und Till Rhien (jubelnd mit Block in der linken Hand) stellten ihre Jungs optimal auf den Spitzenreiter der 3. Liga Ost ein. Foto: Iris Bilek
Bis weit in die Schlussphase hinein lag die Sensation in der Luft. Doch am Ende fehlten dem HSC Coburg II beim ThSV Eisenach doch die notwendigen "Körner" zur Überraschung. Das Trainer-Duo Ronny Göhl, der sich in dieser Aktion ungläubig die Haare rauft, und Till Rhien (jubelnd mit Block in der linken Hand) stellten ihre Jungs optimal auf den Spitzenreiter der 3. Liga Ost ein. Foto: Iris Bilek

Nach klarem Rückstand legte der HSC 2000 Coburg II seinen großen Respekt ab, erzwangen gegen den Spitzenreiter der 3. Liga Ost mit teils frechem Angriffsspiel und einer sehr aufmerksamen Deckung bis kurz vor dem Abpfiff eine ziemlich offene Partie. Doch am Ende triumphierte Gastgeber ThSV Eisenach mit vier Toren Vorsprung.

"Wir haben eine sehr, sehr gute Leistung gebracht und sind stolz auf die Mannschaft, die Eisenach vor Probleme stellte und über weite Strecken den Gastgeber geärgert hat", urteilt Trainer Roby Göhl nach der Partie. Und er fügte gleich hinzu: "Wir wollen in den nächsten Spielen so weiter machen, um die nötigen Punkte zum Klassenerhalt zu sichern."

3. Liga Ost

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ThSV Eisenach - HSC Coburg II 28:24 (13:11)

Die Partie schien für den HSC schnell aus dem Ruder zu laufen, denn der haushohe Favorit führte bereits nach sieben Minuten mit 4:0. Zweimal Dude und Wolf trafen für Coburg in den nächsten zehn Minuten (9:3.). Während einer Auszeit fand das HSC Trainer-Team wohl die richtigen Worte. Coburg festigte sich und forderte mit dem plötzlich verbessertem Spiel den Gegner heraus. Emotionalität, Aggressivität und die Bereitschaft zum kämpferischen Einsatz zeichnete nun den HSC aus und "wir waren damit auch recht erfolgreich", so Ronny Göhl. Acht eigene Treffer bei nur vier Gegentoren waren bis zu Pause eine tolle Ausbeute. Vor allem Lukas Dude zeigte mit fünf Toren viel Durchsetzungsvermögen. Andreas Wolf (4) und Max Preller (2) erzielten den Rest bis zum Seitenwechsel. "Es hat einfach gut funktioniert in dieser Phase", stellte der Übungsleiter fest und lobte den 18-jährigen Max Preller, weil der junge Bursche einen Justin Mürköster oder Duje Miljak mehrmals vernaschte.

Nach 37. Minuten gelang durch einen Doppelpack von Nicola Franke sogar das 15:15-Ausgleich und Eisenach wackelte. Coburg blieb vorerst dran, doch als der ThSV-Trainer wieauf seine Stamm-Sieben setzte nahm das Spiel über 19:18 (44.) doch noch den erwarteten Verlauf. Eine weitere Zeitstrafe gegen Dude half ein wenig mit und danach nutzte auch ein Timeout den Coburgern in der 49. Minute nicht mehr viel. Zwar verkürzten Lars Fichtner (21:23) und später Preller sowie Wolf mit seinem siebten Tor noch einmal auf 23:25 und durch Fichtner auf 24:26, doch zwei Gegentreffer in der 59. Minute besiegelten die HSC-Niederlage. Mit je sieben Treffern waren Adrian Wöhler und Alexander Saul die besten Werfer der Eisenacher, die sich trotz der ausgezeichneten Gegenwehr von Coburg beide Punkte verdienten.

Stimmen zum Spiel

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Thomas Levknecht (Pressesprecher ThSV Eisenach): Der Erfolg fiel uns schwerer als erwartet. Nach dem frühzeitigen 10:4 (19.) verloren wir gegen den nur mit kleinem Kader angereisten HSC II, die Linie. Doch unsere Stammformation brachte den fest eingeplanten Sieg in der Schlussphase in trockene Tücher.

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