Michelau

Tanzende Akrobaten und Spatzen

Die Michelauer Fotofreunde präsentierten außergewöhnlich starkes Bildmaterial.
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Die sportliche Leistung des Paares beeindruckte die Juroren nicht minder als die Qualität der Aufnahme. Mit "Akrobatischer Tanz 1" belegte Klaus Gagel ebenfalls einen ersten Platz.  Foto: Gagel, gemalt vonToni
Die sportliche Leistung des Paares beeindruckte die Juroren nicht minder als die Qualität der Aufnahme. Mit "Akrobatischer Tanz 1" belegte Klaus Gagel ebenfalls einen ersten Platz. Foto: Gagel, gemalt vonToni
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Der Endspurt um den Titel des Fotografen des Jahres hat bei den Michelauer Fotofreunden offensichtlich bereits begonnen. Beim Wettbewerb um das Bild des Monats September sah man außergewöhnlich starkes Bildmaterial auf der Leinwand. Die Wertungen für die Spitzenbilder lagen entsprechend eng beieinander. Und wie schon im Vormonat gab es diesmal zwei Sieger im Wettbewerb um das beste Bild.

Symmetrie des Flügelschlags

Beide Siegerbilder zeigten ein "Tanzszene", doch sie konnten unterschiedlicher nicht sein. "Spatzentanz" nannte Birgit Kirster ihr Siegerbild, das zwei flügelschlagende Haussperlinge auf einem ausgehöhlten Baumstamm zeigte. Zur Qualität der Aufnahme trug nicht nur der optisch aufgelöste Hintergrund bei, auch die Symmetrie des Flügelschlags passte perfekt ins Bild.

Eine überaus akrobatische Tanzszene hatte Klaus Gagel aufgenommen. Es handelte sich um einen Bühnenaufnahme, bei der lediglich das vorhandene Scheinwerferlicht als Beleuchtung diente. Vor dem schwarzen Hintergrund hob sich das Tanzpaar deutlich ab. Beide Figuren bildeten ein "Y" wobei die akrobatische Leistung der Tänzerin die Zuschauer in Erstaunen versetzte. Im extremen Spagat stützte sie sich mit einem Fuß am Knie ihres Partners ab, der sie mit festem Griff an den Händen in der Schwebe hielt. Sowohl den Spatzentanz als auch diesen akrobatischen Tanz bewerteten die Juroren mit der höchsten Punktzahl des Tages.

Für Klaus Gagel war damit die Erfolgsgeschichte noch nicht zu Ende. Er konnte sich mit zwei weiteren Bildern unter den Top Five behaupten. Eine Aufnahme des Olympiastadions in Sankt Petersburg, das sich ebenso wie die moderne Brücke im Wasser des Hafens spiegelte, bescherte ihm den zweiten Platz im Monatswettbewerb und das Bild eine Blesshuhns, das mit "Riesenschritten" über die Wasserfläche auf der Flucht war, brachte ihm einen fünften Rang ein.

Mit extrem aufwendigen Wassertropfenfotos beweist sich Reinhold Hopf immer wieder als Meister der Ultrakurzzeitfotografie. Sein dritter Platz war hochverdient, zumal die aufsteigende Wassersäule im Bild von einer Luftgewehrkugel durchschlagen wurde. Dank der extrem kurzen Leuchtzeit moderner Blitzgeräte konnte dieser Vorgang, der sich für unser Auge zu schnell abspielt, gestochen scharf im Bild "eingefroren" werden.

Den vierten Rang sicherte sich Reinhold Hopf mit der Schwarz-Weiß-Aufnahme einer Tänzerin an einer Stange. Auch hier erwies sich Reinhold Hopf als Meister im Umgang mit dem Licht.

Susanne Gagel komplettierte mit einer "Dünenlandschaft in Namibia" den Reigen der Spitzenbilder. Der wellige Verlauf roter Sanddünen im Kontrast zum strahlend blauen Himmel waren die Grundlage für ihren fünften Platz.

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