Gößweinstein
Jugendbeauftragte

Tanja Rost will aufhören

"Die Erziehungsberatung wird im Markt Gößweinstein ganz wenig in Anspruch genommen." Dies ist eine der Erkenntnisse aus der Sozialraumanalyse für den Markt ...
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"Die Erziehungsberatung wird im Markt Gößweinstein ganz wenig in Anspruch genommen." Dies ist eine der Erkenntnisse aus der Sozialraumanalyse für den Markt Gößweinstein, die der Jugendhilfeplaner Martin Hempfling vom Landratsamt Forchheim in der Marktgemeinderatssitzung vorstellte.
Mit rund 30 000 Euro Jahresgesamteinkommen je lohn- und einkommensteuerpflichtigem Gößweinsteiner ist der Markt Schlusslicht aller 29 Landkreisgemeinden. Die Kaufkraft allerdings pro Einwohner liegt im mittleren Bereich mit rund 20 000 Euro im Jahr.


230 000 Euro für die Jugendhilfe

Es ist die sechste Sozialraumanalyse, die Hempfling seit 2002 für den Landkreis und alle Gemeinden erstellt hat. 2016 musste der Landkreis speziell für Gößweinstein rund 230 000 Euro für die Jugendhilfe ausgeben. Im Vergleich zu 2007 lag diese Zahl nur bei rund 137 000 Euro.
Im Schnitt wurden jährlich 29 Familien aus der Gemeinde Gößweinstein vom Sozialamt beraten. Warum allerdings die Erziehungsberatung kaum in Anspruch genommen wird, liegt laut Hempfling wahrscheinlich an dem weiten Weg ins Landratsamt nach Forchheim.
Speziell dazu verwies Hempfling darauf, das diese Beratung auch im Rathaus von Gößweinstein erfolgen könnte. Hempfling bescheinigte der gemeindlichen Jugendbeauftragten Tanja Rost (JuF), sehr engagiert zu sein, bedauerte aber, dass sie dieses Amt nicht mehr lange macht.
Für Jürgen Kränzlein (SPD) ist eine positive Aussage in Hempflings Bericht, dass die Jugendgerichtshilfe durch Migranten nicht angestiegen, sondern sogar zurückgegangen sei. "Das ist sicherlich eine Meldung wert, da die Meinung in der Bevölkerung eine andere ist", meinte Kränzlein.


Bebauungsplans "Büchenstock"

Beim Thema Bebauungsplan "Büchenstock-Erweiterung" hat ein Bauwerber überraschend mitgeteilt, dass er sein beantragtes Projekt nun doch nicht weiterverfolgen wolle. Dies führte zu einer Diskussion. Kränzlein war gegen einen Abbruch des Verfahrens, wie von der Verwaltung vorgeschlagen. "Es geht nicht um die Person, sondern um den Grund", gab ihm Georg Lang (CSU) recht. Lang schlug vor, den Beschluss zur Aufhebung des Bebauungsplanverfahrens auszusetzen und das Ganze einfach nicht weiterzuverfolgen. Anfang 2019 könne man immer noch einen Beschluss fassen, sagte Lang. Denn vielleicht gebe es bis dahin einen anderen Eigentümer, der dort bauen will.
Reinhold Hutzler (FW) war für die Aufhebung des früheren Beschlusses. Mit 11:4 Stimmen folgte der Rat schließlich Langs Vorschlag. Die bisher entstanden Planungskosten muss der Grundstückseigentümer tragen.

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