Fladungen
Netzwerktreffen

Tag der alten Haustierrassen

Sulmtaler, Altsteirer oder Pinzgauer - sie alle sind auch in der Rhön zu Hause. Bei einem Forschungsprojekt der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) meldeten sich im J...
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Eine Verkostung von Produkten der Bunten deutschen Edelziege gibt es beim Tag der alten Hausstierrassen in Fladungen. Foto: Jens Englert
Eine Verkostung von Produkten der Bunten deutschen Edelziege gibt es beim Tag der alten Hausstierrassen in Fladungen. Foto: Jens Englert
Sulmtaler, Altsteirer oder Pinzgauer - sie alle sind auch in der Rhön zu Hause. Bei einem Forschungsprojekt der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) meldeten sich im Jahr 2012 zahlreiche Halter dieser besonderen Tiere. Nun soll es ein Wiedersehen geben.
Am Samstag, 9. Juni, findet deshalb im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen (im Obergeschoss des Eingangsgebäudes) ein Netzwerktreffen von allen Interessierten rund um das Thema alte Haustierrassen statt. Ob Geflügelzüchter oder
Großviehhalter - alle sind eingeladen. Ab 19 Uhr gibt Antje Feldmann von der GEH eine Übersicht über aktuelle Initiativen und die Arche-Höfe, die sich mit besonderem Engagement der Erhaltung der gefährdeten Tierrassen widmen.
Eine echte Seltenheit auch in der Rhön sind die alten Schweinerassen. Von einem besonderen Projekt der Schweinehaltung und Vermarktung berichtet deshalb Hans-H. Huss. Im Stadtwald von Iphofen hat er im Jahr 2003 in einem Pilotprojekt begonnen, Schweine auf der Waldweide zu halten. Von seinen Erfahrungen berichtet er in einem
Vortrag - und natürlich darf auch von den Eichelschwein-Produkten probiert werden.
Für regionale Geschmacksvielfalt und einen verantwortlichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen setzt sich der Verein Slow Food ein. Am Sonntag um 12 Uhr präsentiert er sich mit einer Genuss-Veranstaltung im Freilandmuseum Fladungen. Bei der Verkostung von Produkten der Bunten Deutschen Edelziege (Frankenziege) können die Gäste dort eine regionale Besonderheit kennenlernen.


Verkostungsaktion

In Zusammenarbeit mit der Bayerischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats Rhön veranstaltet das Freilandmuseum Fladungen am Sonntag den zweiten "Tag der alten Haustierrassen". Mit einem besonderen Programmpunkt beteiligt sich daran auch die Regionalgruppe "Mainfranken-Hohenlohe" von Slow-Food? Deutschland: Zusammen mit seinem Team lädt Sebastian Rösch um 12 Uhr zu einer Verkostungsaktion in der Aktionsscheune des Dreiseithofs aus Leutershausen ein.
Der gebürtige Lebenhaner ist Chefkoch im Züricher Restaurant mesa und seit einem Jahr Zürichs jüngster Sternekoch. Ehrensache, dass er auch beim zweiten Geschmackserlebnis von alten Haustierrassen wieder mit dabei ist. Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr Produkte von der Bio-Ziege vom Ziegenhof Baumbach aus Schönau a. d. Brend - aber noch weitere Produkte wird es geben. Was genau, bleibt eine Überraschung. Beim Verkosten von Probehäppchen erlebt man ganz konkret, was bewusstes Genießen bedeutet. Unter dem Schlagwort "Essen, was man retten will" setzt sich Slow-Food besonders für traditionelle Spezialitäten, lokale Gemüsesorten und vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen ein. In einer "Arche des Geschmacks" versammelt der Verein bereits mehr als 2500 Lebensmittelprodukte aus über 80 Ländern. Aus der Rhön sind schon das Rhönschaf und der Ostheimer Leberkäs dabei.
Karten für die Slow-Food-Veranstaltung können zuzüglich Museumseintritt beim Fränkischen Freilandmuseum Fladungen reserviert werden. Reservierungen werden unter Tel. 09778 /912 30 oder per E-Mail an info@freilandmuseum-fladungen.de entgegengenommen. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 40 Personen begrenzt. red
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