Herzogenaurach

Tafel jetzt unter neuer Leitung

Gaby Richter übergibt die Leitung der Ausgabestelle Herzogenaurach an Elke Bollmann. Damit wird die bisher ehrenamtliche Stelle künftig hauptamtlich.
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Gaby Richter (MItte) mit Mitarbeitern im Jahr 2017: Sie gab die Leitung der Tafel jetzt ab.  Fotos: Bernhard Panzer
Gaby Richter (MItte) mit Mitarbeitern im Jahr 2017: Sie gab die Leitung der Tafel jetzt ab. Fotos: Bernhard Panzer
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Bernhard Panzer "Ich bleibe dabei". Gaby Richter ist seit mehr als fünf Jahren bei der Herzogenauracher Ausgabestelle der Erlanger Tafel aktiv. Seit Jahresende 2016 hatte die Herzogenauracherin die Leitung, von der sie sich jetzt verabschiedete. Aus gesundheitlichen Gründen kann sie das nicht mehr machen, sagte die 48-Jährige. Der Tafel treu bleiben möchte sie freilich weiter, und bestätigt das mit ihrer Aussage. Dann würde sie gern wieder in der Lebensmittelausgabe mithelfen. Am Montag stellte Gaby Richter beim Gespräch mit Bürgermeister German Hacker im Rathaus ihre Nachfolgerin vor: Elke Bollmann aus Kriegenbrunn.

Beim Pressegespräch zugegen war auch Gertrud König, die Leiterin der Erlanger Tafel. Dieser Einrichtung gehören drei Stellen an - eine in Erlangen, eine in Büchenbach und eben auch die in Herzogenaurach. König hob die erfolgreiche Arbeit der Herzogenauracher Ausgabestelle hervor: "Das ist unser Vorzeigeobjekt". Gleichsam lobte sie die sehr engagierte Tätigkeit von Gaby Richter. Sie musste mit der Nachfolge von Gerd Müller nicht nur "eine Institution" ablösen, denn Müller hatte 14 Jahre lang die Tafel geführt. "Der Übergang war gar nicht so einfach", sagte König. Gaby Richter habe das aber gut geschafft, und es sei ihr darüber hinaus gelungen, das Ansehen der Tafel weiter zu steigern.

Jetzt steht der nächste Wechsel ins Haus. Auch Richters Nachfolgerin Elke Bollmann ist es bewusst, "in große Fußstapfen" zu treten. Die 55-jährige verheiratete Mutter dreier erwachsener Söhne ist seit Herbst vergangenen Jahres bei der Diakonie in Erlangen angestellt. Seither leitet sie dort die Ausgabestelle in Büchenbach und bekommt jetzt Herzogenaurach dazu. Dafür habe sie Tätigkeiten abgegeben und auch eine Stundenerhöhung erhalten, sagte sie im Pressegespräch. Das bedeutet auch eine Änderung, denn Elke Bollmann ist hauptamtlich angestellt, Gaby Richter versah ihre Aufgabe ehrenamtlich.

Elke Bollmann ist Sozialwirtin und Bankfachwirtin und war zuvor bei der evangelischen Landeskirche angestellt. Der Kriegenbrunnerin sei Herzogenaurach vertraut und sehr sympathisch, wie sie sagte. Sie wolle auch regelmäßig bei der Lebensmittelausgabe mitarbeiten.

Bürgermeister German Hacker (SPD) bekräftigte erneut die Unterstützung der Stadt für die Tafel, "das steht außer Frage". Die neuen Räume in der Kantstraße werden kostenlos zur Verfügung gestellt.

Gaby Richter sagte der Nachfolgerin ihre Unterstützung zu und ermunterte sie: "Ich habe das sehr sehr gern gemacht und würde es wieder tun." Aber es sei eben auch sehr viel Arbeit gewesen, die sie im Moment nicht leisten könne. In der Woche seien da gut 20 bis 30 Stunden zusammengekommen, sagte sie.

Sie appellierte aber auch an die Bevölkerung mitzuhelfen, denn man habe mehrere Krankheitsfälle und es würden ehrenamtliche Mitarbeiter dringend benötigt, unter anderem Fahrer. Die Arbeit ist komplett ehrenamtlich, sagte Gertrud König, also ohne Bezahlung. "Wenn man sieht, wie dankbar die Kunden sind, dann ist das Bezahlung genug", ergänzte Gaby Richter.

In Herzogenaurach habe man 20 Märkte und Geschäfte, die die Einrichtung dauerhaft und regelmäßig unterstützen, sagte Elke Bollmann. Eine Handvoll punktueller Unterstützer komme hinzu. Damit könne man eine gute Versorgung gewährleisten.



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