Fölschnitz

Täglicher Wahnsinn

Auf der engen Staatsstraße zwischen Fölschnitz und Kauerndorf kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Die Freien Wähler wollen sich nicht länger vertrösten lassen.
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Als hätten sie's organisiert gehabt, kam es bei einem Ortstermin der Freien Wähler zu einer kniffligen Szene: Ein Lastwagen und ein landwirtschaftliches Fahrzeug begegneten sich auf der Staatsstraße bei Fölschnitz - und der Landwirt musste mit seinem Gefährt auf die angrenzende Böschung ausweichen.

Seit fast 20 Jahren kämpfen die Mitglieder des FW-Ortsverbands um den Ausbau der Staatsstraße 2182 zwischen Fölschnitz und Kauerndorf und damit auch um die Verwirklichung eines dringend notwendigen Rad- und Fußwegs in diesem Steckenabschnitt.

Am Montag trafen sie sich an der neuralgischen Stelle der Staatsstraße, an der erst in der vergangenen Woche ein schwerer Verkehrsunfall passiert war (wir berichteten). "Wir wollen auf Mängel aufmerksam machen und Verbesserungsvorschläge liefern. Wir haben in all den Jaren nicht nur kritisiert, sondern uns auch konkret dazu geäußert", sagte Ortsverbands-Vorsitzender und Gemeinderat Reinhard Kortschack.

"Wir wollen eine ungehinderte und gefahrlose Benutzung der Staatsstraße 2182, ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder motorisiert", so Kortschack weiter. Als Sofortmaßnahmen fordere man eine Geschwindigkeitsregulierung und eine Beschilderung der Engstelle. Zudem sollte die Betonwand in der Engstelle um 1,50 Meter zurückversetzt werden, zumal das dortige Gelände im Besitz des Freistaats sei.

Der durch die Sperrung der Bundesstraße 303 zwischen Ludwigschorgast und Untersteinach verursachte Umleitungsverkehr lässt nach den Worten Kortschacks eine ungehinderte und gefahrlose Benutzung der Staatsstraße nicht zu. "Das ist auch die Auffassung der Bevölkerung und der unmittelbar betroffenen Anlieger."

Kreis- und Gemeinderätin Anita Sack: "Wir müssen noch einmal vehement auf unsere Kritikpunkte hinweisen. Die Situation ist ein Wahnsinn, die Nutzung der Straße durch Radfahrer fast unverantwortlich."

Der frühere FW-Kreisgeschäftsführer Konrad Fischer-Andreassohn wurde noch deutlicher: "Ich verstehe die Arroganz der Verantwortlichen nicht, hier nichts zu tun."

Reinhard Kortschack ergänzte: "Wir müssen im Gemeinderat dran bleiben, dass die Ausbauplanung zwischen Kauerndorf und Fölschnitz unverzüglich in die Wege geleitet wird. Wir haben uns bisher mehr oder weniger vertrösten lassen."

Stellungnahmen von Gemeinde und Staatlichem Bauamt zu der Problematik konnten wir gestern leider nicht erhalten.



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