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Kronach

Szenen eines bewegten Priesterlebens

Lauten Beifall gab es im Dankgottesdienst in der Klosterkirche, mit dem Pater Werner Pieper seinen 75. Geburtstag beging.
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Zum 75. Geburtstags ihres Rektors Pater Werner Pieper feierten die Mitbrüder der Oblaten-Kommunität gemeinsam einen Dankgottesdienst in der Klosterkirche. Von links Pater Helmut Haagen, Pater Wladyslav Poddebniak, Pater Werner Pieper, Pater Gottfried Hofer, Pater Waldemar Brysch und rechts sitzend Pater Johannes Effern. Foto: K.-H. Hofmann
Zum 75. Geburtstags ihres Rektors Pater Werner Pieper feierten die Mitbrüder der Oblaten-Kommunität gemeinsam einen Dankgottesdienst in der Klosterkirche. Von links Pater Helmut Haagen, Pater Wladyslav Poddebniak, Pater Werner Pieper, Pater Gottfried Hofer, Pater Waldemar Brysch und rechts sitzend Pater Johannes Effern. Foto: K.-H. Hofmann

Zum 75. Geburtstag von Pater Werner Pieper OMI gab es für den beliebten Priester zahlreiche Glückwünsche. Im beeindruckenden Dankgottesdienst in der Klosterkirche, den das Geburtstagskind selbst zelebrierte, überraschte vor allem die Festpredigt von Pater Helmut Haagen. Über dessen umfangreiche Recherchen war Pater Pieper nachher so erstaunt, dass er keine Worte fand.

Pater Haagen hatte den Lebenslauf mit schönen Erinnerungsfotos aus Kindheit, Jugend, Studium und beruflichem Werdegang des Jubilars untermalt, die auf eine große Leinwand projiziert wurden. Es waren viele Szenen und Erlebnisse zum Schmunzeln dabei. Aus dem prall gefüllten Kirchenschiff gab es nach der Predigt lauten Beifall.

Pater Haagen verstand es auf seine Art auch immer wieder, mit humorvollen Aussagen die Kirchenbesucher zum Schmunzeln zu bringen. "Dankbar rückwärts, mutig vorwärts, gläubig aufwärts", unter diese Schlagworte stellte Pater Haagen den Lebenslauf und Werdegang seines Mitbruders Pater Pieper. Geburtstag, wenn man 75 Jahre wird, sei ein Tag, um innezuhalten. Und so streifte der Gratulant die bewegten Lebensstationen des Jubilars, wobei besonders die Tourismusseelsorge und die Krankenhausseelsorge sein segensreiches pastorales Wirken prägten.

1974 wurde er zum Priester geweiht. Im April 2013 wurde er dann in den Frankenwald als Rektor in das Oblatenkloster nach Kronach berufen und eroberte sehr schnell durch seine Aufgeschlossenheit und Herzlichkeit die Seelen der Frankenwälder. Allerdings könne er sich bis heute noch nicht mit den fränkischen Klößen anfreunden, ganz im Gegensatz zu Pater Waldemar, scherzte der Festprediger. Und er hob hervor, dass Pater Pieper besonders auch die Gemeinschaft der Kommunität im Oblatenkloster am Herzen liege.

Überhaupt wurde der Gottesdienst sehr lebhaft gestaltet, auch dank der Liedervorgabe von "Con Brio" aus Friesen und der rhythmischen Animationen von Pater Waldemar Brysch. Pater Pieper, Rektor des Oblatenklosters St. Heinrich, dankte zunächst seinen Mitbrüdern der Kommunität. In Konzelebration wirkten in der Eucharistiefeier Pater Helmut Haagen, Pater Wladyslav Poddebniak, Pater Gottfried Hofer und Pater Waldemar Brysch mit. Der gesundheitlich geschwächte Pater Johannes Effern nahm ebenfalls am Gottesdienst teil. Sein Dank ging an alle Gratulanten und Kirchenbesucher und es stand ihm ins Gesicht geschrieben, dass er sich herzlich freute über die Glückwünsche und die volle Klosterkirche. Die Gesangs- und Musikgruppe "Con Brio" aus Friesen unter Leitung von Michaela Taube umrahmte den Gottesdienst mit Musik und Gesang. Zu den Gratulanten zählte auch der Stellvertreter des Landrats, Bernd Steger, der Glückwünsche auch im Namen von Landrat Klaus Löffler und dem Kronacher Stadtoberhaupt Wolfgang Beiergrößlein überbrachte. Der Humor des Westfalen Pieper und die Herzlichkeit der Frankenwälder passen gut zusammen, weshalb sich Pater Pieper vom ersten Tag an im Frankenwald wohlfühlte. Dass dies noch viele Jahre so bleibe, wünschte Steger dem Geistlichen. Stadtpfarrer und Regionaldekan Thomas Teuchgräber gratulierte im Namen der Pfarrei St. Johannes der Täufer und des Dekanats Kronach. Er dankte dem "Sonntagskind" (der 23. Januar 1944 war ein Sonntag) Pater Pieper für sein seelsorgerisches Engagement in Kronach und im Frankenwald.

Dekanin Dorothea Richter gratulierte dem "jung gebliebenen Jubilar" und dankte für das wunderbare ökumenische Miteinander im Namen der evangelischen Kirchensynode.

Eckhard Joey Schneider, katholischer Betriebsseelsorger, sprach im Namen der katholischen Arbeitnehmerpastorale Glückwünsche und Dankesworte aus. eh

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