Nach einem von vielen Ausfällen geprägten Wochenspieltag ist die Spannung in der Fußball-Kreisklasse 4 Bayreuth/Kulmbach wieder größer geworden: Schließlich haben drei Mannschaften Tuchfühlung zu den Führungsteams aufgenommen. Der TSC Mainleus, die SG Oberland und der SV Motschenbach haben den Abstand zur Konkurrenz verkürzt.
Vor allem der SV Motschenbach überrascht: Mit dem dritten Sieg in Folge kann er den Blick statt nach unten nun nach oben richten. Am Samstag (14 Uhr) tritt die Elf von Trainer Rene Wolf bei Spitzenreiter TSV 08 Kulmbach an. Gelingt es den Kickern aus dem Mainleuser Ortsteil, die seit acht Spielen ungeschlagenen Kulmbacher ins Wanken zu bringen, wäre die Liga auch an der Spitze wieder komplett offen.


Konkurrenz hofft auf Ausrutscher

Auf einen TSV-Ausrutscher spekulieren einige Konkurrenten. Während der drittplatzierte TDC Lindau (20 Punkte) mit dem zuletzt gut aufgelegten TSC Mainleus (Sonntag, 15 Uhr) eine harte Aufgabe vor Augen hat, darf Aufsteiger FC Ludwigschorgast zeitgleich auf den dritten Sieg in Folge hoffen. Es wartet der abgeschlagene Tabellenletzte TSV Trebgast (2 Punkte) auf die Schuberth-Truppe.
Ebenfalls eine lösbare Aufgabe steht für die SG Oberland (4. / 20 Zähler) an: Heiko Beck und seine Mannschaft empfangen am Samstag (15 Uhr) den SSV Peesten. Eine spannende Angelegenheit dürfte sich zwischen dem FC Neuenmarkt (5. / 19 Punkte) und der Reserve des VfR Katschenreuth (9.) entwickeln. Die beiden Teams trennen nur zwei Punkte.
Klarer ist die Favoritenrolle verteilt, wenn der TSV Neudrossenfeld III (6./18 Punkte) am Sonntag (14 Uhr) bei der SG Rugendorf/Losau (14./9 Punkte) gastiert, die zuletzt gegen den TSC Mainleus Federn lassen musste.


Ex-Zweitliga-Trainer im Kader

Im Nachbarschaftsderby hoffen die Tabellenachbarn TSV Thurnau und SSV Kasendorf II (Sonntag, 15 Uhr) darauf, mit einem Sieg im Mittelfeld der Liga Fuß zu fassen. Die Thurnauer haben zuletzt eine bessere Ausgangsposition durch die Niederlage gegen Marktschorgast verspielt. Anekdote am Rande: Spielertrainer Mika Sajaia, der seinen Platz zwischen den Pfosten inzwischen wieder geräumt hat, präsentierte dabei einen Überraschungsneuzugang. Gino Lettieri, alter Weggefährte des gebürtigen Georgiers, ehemaliger Zweitliga-Trainer und aktuell Coach des polnischen Erstligisten Korona Kielce, streifte erstmals das Trikot des TSV über.
Komplettiert wird der Kreisklassen-Spieltag mit einem Kellerduell: Der ASV Marktschorgast (12.) empfängt am Sonntag (14.30 Uhr) den TSV Harsdorf (13.). Beide rangieren aktuell mit neun Zählern im Tabellenkeller und hoffen auf einen Befreiungsschlag. red