Forchheim

Susanne Fischer soll einen kulturellen Blumenstrauß binden

Andreas Oswald Es soll nach den Worten von OB Uwe Kirschstein "ein Blumenstrauß des kulturellen Angebots in Forchheim werden: Der Kulturentwicklungsplan und...
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Susanne Fischer.  Foto: FT
Susanne Fischer. Foto: FT
Andreas Oswald

Es soll nach den Worten von OB Uwe Kirschstein "ein Blumenstrauß des kulturellen Angebots in Forchheim werden: Der Kulturentwicklungsplan und der daran anknüpfende Kulturwegweiser.
Die Leiterin der Pfalzmuseums, Susanne Fischer, die seit Mitte Januar mit dieser (Zusatz) Aufgabe betraut ist, berichtete über den Stand der Dinge. Sie habe sich zunächst schlau gemacht, wie andere Städte ihren Kulturentwicklungsplan erstellt hätten.


Dicke Wälzer

In manchen Kommunen gebe es "Wälzer von 100 bis 150 Seiten", stellte Fischer fest. Die Erstellung sei, wie in Ulm, mit einem Jahr sehr flott erfolgt - oder habe Jahre gedauert, wie in Regensburg.
Sie habe jedoch keine mit Forchheim vergleichbare Stadt gefunden, die einen solchen Plan erstellt habe, betonte Fischer.


Fragebögen verschickt

Zunächst werde der Ist-Zustand durch die Analyse der Kulturarbeit vor Ort ermittelt. Dazu habe sie bereits an die 40 Fragebögen an einzelne Kulturschaffende und Vereine geschickt, erläuterte Susanne Fischer.
Darin wird unter anderem gefragt, welche Ziele und Aufgaben sich die jeweiligen Kulturschaffenden gesetzt haben - und welche Probleme man gegenwärtig sehe.
Sie habe bereits einige Rückläufe erhalten, berichtete Fischer - und darin seien vor allem räumliche Probleme angesprochen worden, aber auch Nachwuchssorgen und Finanzierungsnöte. Aber auch die Wertschätzung ihrer Arbeit durch die Stadt sei bei den Adressaten ein Thema.
Wie bei der Erstellung von Kulturentwicklungsplänen in anderen Kommunen solle auch in Forchheim eine externe Agentur einbezogen werden. Auch Experten-Interviews seien geplant.


Bevölkerung eingebunden

In Workshops solle auch die Politik an der Konzeptentwicklung beteiligt werden - und, ganz wichtig: die Bevölkerung. Dazu werde die Universität Bamberg Befragungen durchführen. "Wichtig ist die größtmögliche Transparenz nach außen", betonte Susanne Fischer. Zum Zeitfenster meint sie: "Ich könnte die Fertigstellung des Kulturentwicklungsplanes bis Ende des Jahres oder Anfang nächsten Frühjahres hinbekommen".
Fischer gibt zu, dass es bei ihrer Arbeitszeit-Aufstockung von neun Stunden eng werden könne. Die Kulturbeauftragte Katja Browarzik, die ihre Arbeitszeit reduziert hatte, erklärte, dass sie mit der Zuarbeit für den OB beschäftigt sei. Zu einer angeblichen Nebentätigkeit als Ghostwriterin wollte sie sich nicht äußern.

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