Coburg

Stühlerücken an der Brose-Spitze

Ulrich Schrickel tritt im Januar die Nachfolge von Kurt Sauernheimer als Vorsitzender der Geschäftsführung an. Das ist aber nicht die einzige personelle Veränderung beim Automobilzulieferer.
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Brose mit Stammsitz in Coburg ist der größte Industriearbeitgeber der Vestestadt. Foto: CT-Archiv
Brose mit Stammsitz in Coburg ist der größte Industriearbeitgeber der Vestestadt. Foto: CT-Archiv
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Die Brose-Gruppe hat am Dienstag einige personelle Veränderungen bekanntgegeben. Neuer Vorsitzender der Geschäftsführung wird demnach ab dem 1. Januar 2020 der 53-jährige Ulrich Schrickel. Er tritt die Nachfolge von Kurt Sauernheimer an, der sich in den Ruhestand verabschiedet. Der 60-jährige Sauernheimer hatte diesen Posten seit Anfang 2018 inne, als er die Nachfolge von Jürgen Otto antrat.

Künftig als Berater tätig

In der Pressemitteilung von Brose werden die Verdienste von Kurt Sauernheimer gewürdigt, der bereits seit 32 Jahren im Unternehmen tätig ist und "einen außerordentlichen Beitrag zum Erfolg der Brose-Gruppe" geleistet habe. Erfreut sei man, dass Sauernheimer weiterhin als Berater zur Verfügung stehe.

Interessant: Bevor Kurt Sauernheimer den Sprung nach ganz oben an die Brose-Spitze vollzog, verantwortete er 20 Jahre lang den in Hallstadt angesiedelten Geschäftsbereich Tür, der zuletzt mit 3,2 Milliarden Euro mehr als die Hälfte zum Umsatz der gesamten Brose-Gruppe beitrug. Als Sauernheimer Vorsitzender der Geschäftsführung wurde, blieb er sogar noch bis August 2019 parallel auch "Tür-Chef", ehe ihm dort ein gewisser Ulrich Schrickel nachfolgte. Eben jener Ulrich Schrickel folgt Sauernheimer jetzt auch auf dem obersten Chefposten.

Ulrich Schrickel hat an der Universität Karlsruhe (TH) Maschinenbau studiert und leitete bei Bosch Fertigungen in Tschechien und Italien, das zentrale Qualitätsmanagement, die Geschäftseinheit Getriebesteuerung und war zuletzt Mitglied des Bereichsvorstands Automotive Electronics. Im August 2019 kam er dann zu Brose.

Michael Stoschek, der Vorsitzende der Brose-Gesellschafterversammlung, erklärt zu der Personalie: "Ulrich Schrickel soll die Brose-Gruppe als selbstständiges Familienunternehmen in die Zukunft führen, die Wirtschaftlichkeit und Innovationskraft stärken und die Organisation auf ein modernes Unternehmertum ausrichten. Dafür hat er die volle Unterstützung der Eigentümer und des Beirats."

Neuer "Tür-Chef" in Hallstadt

Und wer folgt auf Ulrich Schrickel als Geschäftsführer des Bereichs Tür? Auch dazu teilte Brose am Dienstag eine Antwort mit: Christof Vollkommer. Der 52-Jährige war nach einer Aus- und Weiterbildung zum Betriebsschlosser und Maschinenbaumechanikermeister bei Brose zunächst Versuchsingenieur und Projektleiter und leitete den Versuch Türsysteme in Detroit/USA. Als Produktbereichsleiter war er in Hallstadt, Coburg und Bamberg für Heckklappensysteme, Seitentürantriebe sowie zuletzt Zugangs- und Schließsysteme verantwortlich. Seit 2017 ist Vollkommer Stellvertreter des Geschäftsführers Tür. os/ct

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