Coburg

Studieren zwischen Routine und Neuland

Bei einem von ihnen organisierten Bioanalytik-Fachsymposium setzten sich die mehr als 40 Teilnehmer mit seltenen Nierenerkrankungen auseinander und entschieden sich dafür, mit Experten neue Wege einzuschlagen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Neben dem Laborpraktikum gehört auch das Vorbereiten eines Symposiums zu den Aufgaben der Studenten im Master Bioanalytik an der Hochschule Coburg.  Foto: Hochschule Coburg
Neben dem Laborpraktikum gehört auch das Vorbereiten eines Symposiums zu den Aufgaben der Studenten im Master Bioanalytik an der Hochschule Coburg. Foto: Hochschule Coburg

Um Krankheiten besser diagnostizieren zu können, braucht es gute Analyseverfahren. Diese Verfahren sind Gegenstand des Bachelor- und des Masterstudiengangs Bioanalytik an der Hochschule Coburg. Die Studenten lernen dabei die klassischen Routineverfahren kennen. Sie setzen sich aber auch mit neuartigen Methoden auseinander, mit denen bisher unbekannte Krankheitsursachen diagnostiziert werden können. Professor Stefan Kalkhof geht bei der Wissensvermittlung besondere Wege.

"Mein Ziel ist es, die Studierenden an heiße Forschungsthemen heranzuführen", stellt er fest. Und er ergänzt: "Sie sollen ein Gefühl dafür entwickeln, wo die Routinemethoden aufhören und wo durch Forschung neue Lösungswege gefunden werden müssen." Dazu organisiert er gemeinsam mit den Masterstudenten in jedem Jahr ein Fachsymposium mit mehr als 40 Teilnehmern. Zur Vorbereitung setzten sich in diesem Jahr elf Studenten des zweiten Semesters im Masterstudiengang Bioanalytik mit der klinischen Analytik von seltenen Nierenerkrankungen auseinander.

Professor Kalkhof stellte seinen Studenten im ersten Schritt mehrere Forscher vor, die auf dem Gebiet arbeiten, und versorgte sie mit deren wissenschaftlichen Veröffentlichungen, die sie durcharbeiten mussten. Anschließend ging es im Seminar darum, die erarbeiteten Erkenntnisse zu diskutieren und sich für zwei Forscher zu entscheiden, die zu einem Fachsymposium an die Hochschule Coburg eingeladen werden sollten.

Gewünschte Experten kamen

Die Studenten wünschten sich, zu dem Thema "Moderne Methoden der klinischen Analytik von Nierenerkrankungen" mit Professor Christoph Daniel vom Universitätsklinikum Erlangen-Nürnberg und Professor Andreas Römpp von der Universität Bayreuth diskutieren zu können. Beide kamen an die Hochschule Coburg, um ihre Forschungsarbeiten vorzustellen.

Professor Kalkhof ist stolz auf seine Studenten: "Sie gingen sehr gut vorbereitet in das Symposium, haben es moderiert und richtig gute Fragen gestellt." Und er fügt hinzu: "Das ist aus meiner Sicht ein sehr guter Weg, um Studierende auf die Berufspraxis vorzubereiten. Sie haben erfahren, dass sie sich mit ihrem Wissen nicht verstecken müssen."

Die Studenten schätzten an dem Symposium insbesondere den intensiven fachlichen Austausch, heißt es in einer Pressemitteilung der Hochschule. "Es war sehr schön, dass so viele Kommilitonen aus verschiedenen Semestern gekommen sind und sich so rege beteiligt haben. Das war der perfekte Abschluss für unser Wahlpflichtfach", freute sich Annika Schott. Und Moritz Nichterlein ergänzte: "Nach den Vorträgen bei Pizza und Getränken mit den Professoren zu diskutieren, das hat mir richtig gut gefallen. Da konnten wir auf kurzem Wege bei gemütlicher Atmosphäre Fragen stellen und Kontakte knüpfen." red

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren