Pommersfelden

Studenten des Collegium Musicum reisten ab

In den letzten vier Wochen erklang aus fast jedem Winkel von Schloss Weissenstein Musik, wenn die Studenten der internationalen Sommerakademie übten und gem...
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Großnichte Rachmaninovs, Tatjana Copeland, war zur Sommerakademie angereist. Sie erzählte vom Leben mit ihrem berühmten Onkel. Foto: privat
Die Großnichte Rachmaninovs, Tatjana Copeland, war zur Sommerakademie angereist. Sie erzählte vom Leben mit ihrem berühmten Onkel. Foto: privat
In den letzten vier Wochen erklang aus fast jedem Winkel von Schloss Weissenstein Musik, wenn die Studenten der internationalen Sommerakademie übten und gemeinsam probten. 65 Studenten aus 27 Nationen waren zu Gast in der Sommerresidenz der Grafen von Schönborn-Wiesentheid und studierten gemeinsam Orchesterwerke und Kammermusik ein, um es beinahe jeden Abend im Marmorsaal vorzuspielen.
Zum Auftakt spielte der Spanier Martín García García ein Klavierrecital, in dem er sein vielversprechendes Talent mit Werken von Liszt und Chopin offenbarte. Schon am ersten Konzertwochenende, nach nur vier Tagen gemeinsamen Probens, überzeugten die jungen Musiker mit außergewöhnlich hohem Niveau und begeisterten das Publikum.
Ein besonderer Ehrengast konnte am zweiten Wochenende begrüßt werden. Tatjana Copeland - die Großnichte Sergei Rachmaninovs - reiste aus Amerika an, um das erste Klavierkonzert ihres Großonkels zu hören. Wieder spielte García García und überzeugte die Zuhörer mit starker Ausdruckskraft und Einfühlungsvermögen. Copeland erzählte im Anschluss auf kurzweilige Weise aus ihrem Leben mit ihrem Großonkel Sergei Rachmaninov. Sie machte die beiden Konzerte zu einem besonderen Erlebnis.
Illustre Gäste, darunter Fürstin Gloria von Thurn und Taxis mischten sich unter das Konzertpublikum, was die ganz besondere Atmosphäre dieser Sommerakademie Jahr für Jahr unterstreicht.
Einen besonderen Höhepunkt bildet immer die Schlosshofserenade im Ehrenhof. An diesem lauen Sommerabend sahen fast 1500 Gäste das barocke Feuerwerk zu Georg Friedrich Händels Feuerwerksmusik.
Die Familie der Grafen Schönborn öffnete auch den Ehrenhof in ihrem Hauptwohnsitz, dem Schloss in Wiesentheid, für ein weiteres Open-Air-Konzert.
Eine junge Geigerin aus Korea wird das Collegium Musicum in diesem Jahr in ganz besonderer Erinnerung behalten. Am Mozartabend brach kurz vor der Pause im dritten Satz des Klavierquartetts mit großem Knall der Steg ihrer Violine. Unbeirrt versuchte der Pianist das Stück weiterzuspielen, um ein zu abruptes Ende zu vermeiden. Das Publikum reagierte mit viel Applaus - die Violine konnte von einem Geigenbauer wieder instandgesetzt werden. red
Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren