Coburg
elektrotechnik

Studenten der Hochschule Coburg schicken Roboter ins Rennen

Roboterrennen im Labor: Studierende der Hochschule Coburg bringen Robotern bei, Hindernisse zu erkennen und zu umfahren. Zwei Räder, zwei Motoren, Ultraschallsensoren, ein Kompass, ein Mikrocontroller...
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Während die Strecke aufgebaut wird, wartet der Roboter an der Startlinie auf seinen Einsatz.  Foto: Madelaine Ruska
Während die Strecke aufgebaut wird, wartet der Roboter an der Startlinie auf seinen Einsatz. Foto: Madelaine Ruska

Roboterrennen im Labor: Studierende der Hochschule Coburg bringen Robotern bei, Hindernisse zu erkennen und zu umfahren. Zwei Räder, zwei Motoren, Ultraschallsensoren, ein Kompass, ein Mikrocontroller Cortex M3, Lithium-Ionen-Akku - die kleinen Roboter brauchen nicht viel zum Autonomen Fahren. Auf die Strategie kommt es an: Wie reagiert der Roboter, wenn er ein Hindernis entdeckt? "Mikrocomputertechnik, Programmieren, Sensorik - was die Studierenden bisher gelernt haben, müssen sie hier kombinieren", erklärt Prof. Michael Engel. Er bietet das Seminar als Wahlpflichtmodul im sechsten Semester an. Informatik- und Elektrotechnik-Studierende arbeiten zusammen und ergänzen sich mit ihrem Wissen. Ein Semester lang testen sie Strategien, verwerfen sie, suchen neue. "Eigentlich bringen wir den Studierenden bei, wie man Fehler findet", fasst es Laboringenieur Udo Schader zusammen. Die Roboter hat er gebaut. Die Studenten sollen mit echter Hardware arbeiten und nicht nur für die Theorie programmieren.

Am Ende des Semesters zeigen sie, was ihr Roboter gelernt hat. Im Labor für Mikrocomputer wird der Parcours aufgebaut. Der Erfolg fällt unterschiedlich aus. Die einen müssen ihren Roboter irgendwann von der Strecke nehmen, weil er sich zwischen zwei Leisten festgefahren hat. Die anderen jubeln, als ihr Fahrzeug Engstellen sicher passiert und Mülleimer und andere Hindernisse umkurvt. Nach drei Durchläufen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden ist klar: Christian König, Sebastian Michel und Oraz Serdarov entscheiden das Rennen für sich. Ihr Roboter war im Mittel der Schnellste - hat kein Hindernis auf der Strecke berührt und musste auch nie aus einer Sackgasse befreit werden. Drei komplexe Strategien haben Christian König, Sebastian Michel und Oraz Serdarov getestet, dann entscheiden sie sich für eine einfachere Variante. Ihr Roboter fährt vorwärts, bis er auf ein Hindernis stößt. Als Erstes probiert er, ob er rechts davon weiterkommt. Wenn nicht, dreht er nach links und sucht auf dieser Seite eine Möglichkeit. Ist weder rechts noch links ein Weiterkommen möglich, fährt er ein Stück zurück und dann zur Seite mit dem meisten Abstand zum nächsten Hindernis.

Große Zufriedenheit

"Dieser simple Ansatz hatte ein paar Schwachstellen, aber die Strecken waren so aufgebaut, dass wir mit der Strategie überraschend gut durchgekommen sind", freut sich Sebastian Michel. Für ihn war das Seminar bisher das beste im Studium: "Ich habe Automatisierungstechnik und Robotik studiert, weil ich Robotersysteme hardwarenah programmieren wollte. Dieses Seminar hat diesen Wunsch erfüllt. Toll war, dass der praktische Teil fast das komplette Semester gefüllt hat. Dadurch haben wir viel mehr gelernt." rus

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