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Coburg

Student wird Professor

Was für Christopher Romanowski-Kirchner mit dem Bachelorstudium an der Hochschule Coburg begann, findet mit einer Professur in Heidenheim einen erfolgreichen Abschluss.
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Christopher Romanowski-Kirchner Foto: privat
Christopher Romanowski-Kirchner Foto: privat

Für Christopher Romanowski-Kirchner beginnt nun eine akademische Karriere, die für ihn vor wenigen Jahren noch nicht greifbar war. "Dass ich jetzt eine Professur bekomme, hätte ich mir vor sechs Jahren überhaupt nicht vorstellen können", sagt er lächelnd.

Der Ruf an die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHWB) in Heidenheim kam sehr schnell. Dort wird der 36-jährige Professor für Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendhilfe.

Der gebürtige Niederbayer hat sein gesamtes Studium in Coburg absolviert: Bachelor, Master und jetzt eine Doktorarbeit. Im Rahmen einer Kooperation mit der Universität Bamberg legte er eine Promotion im Bereich der klinischen Sozialarbeit vor. Schon während des Bachelorstudiums absolvierte er am Institut für psychosoziale Gesundheit in Coburg ein Praktikum und wurde hier direkt übernommen. Während des Masterstudiums arbeitete er hier in Teilzeit. Ausschlaggebend dafür, eine Doktorarbeit zu schreiben, war die große Unterstützung seitens der Hochschule und aus seinem Umfeld. Die Erfahrungen aus der Praxis brachten ihn schließlich auf das Thema für die Doktorarbeit: Er untersuchte, wie Jugendliche und deren Familien, die von Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie gemeinsam betreut werden, diese Hilfe erleben.

Von zwei Professoren betreut

"Michael Vogt hat mich sehr unterstützt und den Kontakt zur zuständigen Professorin an der Universität Bamberg hergestellt", erzählt Romanowski-Kirchner. So betreute Professorin Rita Braches-Chyrek vom Lehrstuhl für Sozialpädagogik an der Universität Bamberg die Arbeit gemeinsam mit Professor Vogt. In seiner Funktion als Promotionsbeauftragter für die Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit weiß Vogt, wie Studierende diesen Weg erfolgreich gehen können. "Bei einer Promotion handelt es sich ja um ein langfristiges Projekt. Wenn man, wie Herr Romanowski-Kirchner, in dem Bereich arbeitet, verlässt einen das Interesse an dem Thema nicht so schnell." Die Vorteile für die kooperativ Promovierenden liegen für Professor Vogt auf der Hand, können sie doch auf die Expertise von zwei Hochschulen zurückgreifen. "Der Austausch mit den verschiedenen Stellen führt zu größerer Diversität in der Arbeit. So bekommt man Anstöße und auch Einwände, wenn man sich vergaloppiert."

Christopher Romanowski-Kirchner fühlte sich von Beginn an gut aufgehoben: "Ich hatte ganz großes Glück, sowohl mit Michael Vogt als auch mit Rita Braches-Chyrek, die sehr unterstützend waren und mich auch haben arbeiten lassen." In den Kolloquien der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit hat er außerdem viel Unterstützung für den akademischen Weg erfahren. Professor Vogt lobt die Arbeit als "sehr exzellent, mit viel qualitativer Forschung aus dem Bereich der Klinischen Sozialarbeit". red