Strullendorf

Strullendorf macht mobil

Touristen mobilisieren: immer ein Ziel der Kommune. Damit sich aber auch Einwohner optimal bewegen können, ist mit dem Bürgerbus eine besondere Maßnahme im Anrollen.
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Unmotorisiert? Eingeschränkt? Oder beides? Manchmal ist Kontakt halten zwischen den Ortsteilen gar nicht so leicht. Nach zwei kreativen runden Tischen, mit konkreten Plänen und mit einem einstimmigen Ja vom Gemeinderat soll das mobilisierende Projekt noch im ersten Viertel 2020 starten - und ein Bürgerbus mit festem Fahrplan regelmäßig durchs Gemeindegebiet shutteln.

Dreimal die Woche mit festen Uhrzeiten von den regulären Bushaltestellen als fixer Linienverkehr: Strullendorf, Roßdorf, Geisfeld, Amlingstadt, Wernsdorf, Leesten, Mistendorf und Zeegendorf werden verkehrstechnisch besser vernetzt. Weil über die Regierung Oberfranken eine Förderung in Aussicht steht, soll das Projekt zunächst über einen gewerblichen Anbieter anlaufen. Eine einfache Fahrt wird einen Euro, ein Rückfahrtticket zwei Euro kosten - und zunächst ein Kleinbus mit neun Plätzen zum Einsatz kommen.

Ehrenamtlich am Steuer

Parallel dazu checkt die Gemeindeverwaltung die Option Ehrenamtlichkeit mit einem Freiwilligen-Fahrerpool als Fernziel. Die momentan angepeilten Kosten von insgesamt circa 10 000 Euro für die Kommune sollen in den aktuellen Haushalt eingestellt werden.

Dass auch von ganz weit weg in Richtung Strullendorf mobil gemacht wird, bestätigt Bianca Müller. Für die Gemeinde als Teil der Kooperation Fränkische Toskana registrierte die Tourismusmanagerin von 2017 bis 2018 einen Anstieg der Übernachtungen um 8 Prozent. Dass von Januar bis zum Oktober 2019 übernachtungsmäßig wiederum ein Minus von 0,6 Prozent verzeichnet wurde, erklärt die Initiative mit urlaubsbedingten Schließungen diverser Anbieter - und damit, dass das Jahr zum Berichtszeitpunkt noch nicht zu Ende gerechnet war.

Weil Betriebe unter zehn Betten als auch Ferienwohnungen keine Meldepflicht haben und auch solche Neuprojekte nicht in den amtlichen Statistiken auftauchen, sähe die Übernachtungs-Wirklichkeit in und um Strullendorf faktisch ohnehin um einiges lukrativer aus. Was für die registrierte Hotellerie außerdem gelte: "Wer bei der Online-Buchbarkeit mitmacht, hat Steigerungsraten." Positiv auch: Die Gäste bleiben länger. Eine durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt laut Bianca Müller inzwischen immerhin bei 5,5 Tagen. Abgesehen von der Anziehungskraft der Dörfer und deren Umgebung lockten 2019 außerdem diverse Events der Tourismus-Initiative Übernachtungs- und auch Tagesgäste: Wie etwa der hochfrequentierte Apfelmarkt, der erstmals im Kernort im Duett mit dem Herbstmarkt Furore machte.

Feste und mehr

2020 soll für Einheimische und Touristen rund um Strullendorf weiterhin gleichermaßen lustig werden: Neben dem im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfindenden Brauereienlauf laden alte und neue Feste, geführte Wanderungen und der aktualisierte Brauereienweg zum Freizeitfeiern.

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