Laden...
Unterpreppach
ärgernis

Streit um Hundekot-Entsorgung rund um den Spielplatz

In Unterpreppach ist wohl der schönste und urigste Spielplatz in weiterer Umgebung. Nicht nur Familien mit Kindern aus Unterpreppach oder aus dem Stadtgebiet von Ebern kommen, auch Familien aus benach...
Artikel drucken Artikel einbetten
Hauptsache im Müll oder mit nach Hause nehmen? Am Abfalleimer am Buswartehäuschen in Unterpreppach wird eifrig "diskutiert": Zuerst war das runde Schild rechts da, kurze Zeit später kam das linke.  Foto: Helmut Will
Hauptsache im Müll oder mit nach Hause nehmen? Am Abfalleimer am Buswartehäuschen in Unterpreppach wird eifrig "diskutiert": Zuerst war das runde Schild rechts da, kurze Zeit später kam das linke. Foto: Helmut Will

In Unterpreppach ist wohl der schönste und urigste Spielplatz in weiterer Umgebung. Nicht nur Familien mit Kindern aus Unterpreppach oder aus dem Stadtgebiet von Ebern kommen, auch Familien aus benachbarten Landkreisen. Häufig sind dort Autos mit Bamberger und Coburger Kennzeichen zu sehen. Die Unterpreppacher sind stolz auf ihren Spielplatz, da sie viel Eigenleistung eingebracht haben.

"Ein Hund enttäuscht dich nie." Dieser Satz ist wohl berechtigt, denn die Vierbeiner sind - gut und artgerecht gehalten - wahrlich treue Seelen. Allerdings sind manche von den Besitzern der Tiere enttäuscht, wie derzeit in Unterpreppach. Warum? Manche Hundehalter entsorgen den Kot ihrer Lieblinge nicht sachgemäß, sondern nutzen den Abfalleimer am Buswartehäuschen nahe dem Spielplatz als "Entsorgungsanlage", nach dem Motto: "Jemand wird die Fäkalien schon wegtun." Das machen auch Bedienstete des Bauhofes von Ebern in gewissen Abständen. Allerdings in letzter Zeit nicht, da der Spielplatz, wie viele andere auch, wegen der Corona-Epidemie gesperrt war. Haben sich deshalb in dem betreffenden Abfalleimer Tütchen mit Hundekot angesammelt? Jedenfalls ist das einer Frau aus dem Dorf aufgefallen, die ob dieses Handelns recht erbost ist und sich an die Zeitung wandte. "30 solcher Beutel habe ich dort gesehen, rausgenommen und zu Hause ordentlich entsorgt", sagt die Frau, die namentlich nicht genannt werden möchte. Um auf diesen Umstand aufmerksam zu machen, hat sie an den Abfallkorb ein Schild angebracht mit der unmissverständlichen Aufschrift: "Hundescheiße mit nach Hause." Das ging wohl den Verursachern die "Nase hoch". Denn kurze Zeit später war ein weiteres Schild mit folgender Aufschrift angebracht: "Sei(d) froh, dass wir es in den Abfall schmeißen und nicht liegen lassen."

Das mag wohl richtig sein, so besteht wenigstens nicht die Gefahr, in die "Tretminen" zu laufen, aber eine solche Entsorgung des Hundekots ist nicht zulässig und kann gesundheitliche Gefahren in sich bergen.

Spielplätze und deren Umfeld sind sauber zu halten. Das ist in Paragraf 4 der Satzung der Stadt Ebern über die Benutzung der öffentlichen Grünanlagen (Grünanlagensatzung) geregelt. Es ist untersagt, Hunde auf Kinderspielplätzen, abgegrenzten Bolzplätzen, Brunnenanlagen, auf Liegewiesen und in Pflanzbeeten mitzuführen. Dies gilt auch für den näheren Umgriff der genannten Bereiche. Unter anderem ist es nach dieser Satzung auch verboten, Grünanlagen durch Hunde zu verunreinigen. So sind Hundebesitzer verpflichtet, den Kot ihrer Vierbeiner umgehend zu entfernen und ordnungsgemäß zu entsorgen, aber eben nicht so, wie aktuell am Spielplatz. hw