Thurnau
Unfall 

Streit im Auto endet tödlich

Ein 39-Jähriger läuft nach einer Auseinandersetzung mit seiner Lebensgefährtin über die Autobahn und wird von einem Fahrzeug erfasst. Er stirbt noch an der Unfallstelle.
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Der 39-Jährige wurde von einen Mercedes erfasst, prallte gegen die Windschutzscheibe und starb noch an der Unfallstelle. Foto: News 5/Merzbach
Der 39-Jährige wurde von einen Mercedes erfasst, prallte gegen die Windschutzscheibe und starb noch an der Unfallstelle. Foto: News 5/Merzbach
Viele Fragen wirft ein tödlicher Verkehrsunfall auf, der sich am späten Montagabend auf der Autobahn 70 bei Thurnau ereignete.
Ein Pärchen war gegen 20.30 Uhr mit einem Renault in Richtung Bayreuth unterwegs. Während der Fahrt gerieten die beiden Insassen dann offensichtlich in einen lautstarken Streit.


Auf Standstreifen angehalten

Die 39-jährige Frau, die am Steuer saß, sah sich offenbar genötigt, ihren Wagen zwischen den Anschlussstellen Thurnau-Ost und Kulmbach/Neudrossenfeld auf dem Standstreifen anzuhalten. Als der Renault stand, stieg der gleichaltrige Mann aus dem Landkreis Kulmbach plötzlich aus und rannte auf die Fahrbahn. Er lief bis zur Mittelleitplanke, ehe er es sich offenbar doch noch anders überlegte und zu seiner Begleiterin zurückkehren wollte.
In diesem Moment wurde der 39-Jährige vor den Augen seiner Freundin von einem herannahenden Mercedes frontal erfasst und zu Boden geschleudert. Die Wucht des Zusammenstoßes war so stark, dass der Mann auf der Stelle tot war.
Der Mercedes-Fahrer, ein 65-Jähriger aus Sachsen, schaffte es, seinen Wagen abzufangen und sicher auf dem Seitenstreifen zum Stehen zu bringen. Er erlitt genauso wie die Frau einen Schock.


Autofahrer hatte keine Chance

Zunächst war der genaue Unfallhergang unklar. Da es zunächst geheißen hatte, dass es sich um ein Pannenfahrzeug handele, wurde auch ein Gutachter eingeschaltet, der im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bayreuth die Unfallstelle vermaß. Hierzu musste der Unfallort auf mehreren hundert Metern ausgeleuchtet werde.
Erst die Zeugenaussage der Frau machte die ganze Tragik dieses Unglücks deutlich.
Der Autofahrer hatte in der einsetzenden Dunkelheit keine Chance mehr, den Fußgänger noch zu erkennen. Erst nach dem Zusammenstoß leitete er eine Vollbremsung ein.
Die Autobahn musste bis gegen 23.45 Uhr in Fahrtrichtung Bayreuth komplett gesperrt werden. Der Sachschaden wird mit etwa 2000 Euro beziffert.
Warum der Mann über die Autobahn lief, war bis gestern Abend unklar. "Über den Inhalt des Streits ist nichts bekannt", sagte ein Polizeisprecher. Der Unfall sei "sehr, sehr tragisch", sagt der Sprecher - auch für den Rentner, der den Mann angefahren hatte.
Er und die Lebensgefährtin des Getöteten wurden von einem Kriseninterventionsteam betreut. Ein Gutachter untersucht nun den genauen Hergang des Unfalls. news5/dpa/pol

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