Erlangen
StUB-Ortsbegehung

Streckenverlauf über Sieboldstraße interessante Alternative in der Planung

Bei einer Ortsbegehung stellte der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn (StUB) eine mögliche Linienführung der StUB über die Sieboldstraße vor. Knapp 50 Interessierte nahmen teil. Mit den Leitern des Zweckv...
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Erlangens OB Florian Janik begrüßt die Teilnehmer der Ortsbegehung.  Foto: StUB
Erlangens OB Florian Janik begrüßt die Teilnehmer der Ortsbegehung. Foto: StUB

Bei einer Ortsbegehung stellte der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn (StUB) eine mögliche Linienführung der StUB über die Sieboldstraße vor. Knapp 50 Interessierte nahmen teil. Mit den Leitern des Zweckverbands, Daniel Große-Verspohl und Florian Gräf, begrüßte Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik sie mit den Worten: "Es macht einen großen Unterschied, ob man vor einer Karte steht oder sich den Vorschlag konkret anschaut. Vor Ort ergeben sich noch einmal ganz andere Eindrücke, und es entstehen auch neue Ideen, die in die weiteren Planungen einfließen."

Zu Fuß ging es entlang der möglichen Route. Im Vergleich zur ursprünglichen Planung, die von der B 4 aus der Nürnberger Straße bis zur Henkestraße folgt, nimmt die Variante Sieboldstraße den Verlauf über die Nürnberger Straße, Werner-von-Siemens- Straße, Sieboldstraße und Henkestraße. Dieser Weg dauert etwa zwei Minuten länger, bringt aber deutliche Vorteile.

"Neben dem Christian-Ernst-Gymnasium werden auch die Hörsäle und Mensa der Friedrich-Alexander- Universität in der Innenstadt besser angebunden. Zudem ist ein Teil des Universitätsklinikums von den angedachten Haltestellen fußläufig erreichbar", betonte Große-Verspohl.

Der erste Halt der Ortsbegehung wurde in der Henkestraße eingelegt. Da sich dort viele Zufahrten zu Parkhäusern befinden, sei hier nur ein straßenbündiger Bahnkörper möglich. Die Straßenbahn müsse sich den Straßenraum mit dem Autoverkehr teilen.

"Statt von der Henkestraße in die Sieboldstraße rechts abzubiegen, gab es auch Vorschläge, über die Schuhstraße zur Werner-von-Siemens-Straße zu gelangen. Dafür müsste allerdings das Eckhaus abgerissen werden, da der Abbiegeradius sonst zu klein wäre. Ein Abbruch von Wohnhäusern steht für uns allerdings nicht zur Diskussion", hob Gräf hervor.

Am Langemarckplatz angekommen, veranschaulichten die Ingenieure die mögliche Lage der künftigen Haltestelle direkt neben der Sieboldstraße vor der Mensa. Die genaue Aufteilung des Straßenraums in der Sieboldstraße sei Bestandteil der laufenden Abstimmung mit der Verkehrsplanung der Stadt Erlangen.

Der letzte Halt der Ortsbegehung war der Himbeerpalast, der zum geisteswissenschaftlichen Zentrum der Universität umgebaut werden soll. Dort sei ebenfalls eine Haltestelle eingeplant. Auf der Werner-von-Siemens-Straße würde die StUB den Verlauf der alten Sekundärbahn bis zur Nürnberger Straße nehmen und dabei zweigleisig in der Mitte fahren - unabhängig vom Straßenverkehr auf einem besonderen Bahnkörper. Die Vierspurigkeit der Straße soll erhalten bleiben.

Nach der Begehung lud der Zweckverband ins Pacelli-Haus ein zum Austausch über die Vorteile der beiden möglichen Linienverläufe der StUB in der Erlanger Innenstadt. "Wichtig mit Blick auf die Zuschussfähigkeit ist, dass die Strecke so attraktiv gestaltet ist, dass viele Personen mit uns fahren. In den nächsten Untersuchungsstufen wird sich zeigen, welche Variante im Gesamtergebnis am besten abschneidet", sagte Große-Verspohl.

Online Einblick nehmen

Informationen zum Lokalforum Sieboldstraße sind auf www.stadtumlandbahn.de einsehbar.

Insgesamt 13 mögliche Linienführungen der Stadt-Umland-Bahn werden derzeit detaillierter untersucht. Das nächste Dialogforum zur Stadt-Umland-Bahn findet am Dienstag, 12. März, im Erlanger Redoutensaal statt. Beginn ist um 18.30 Uhr. red

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