Pfarrweisach

Straßenausbau bleibt Wunschdenken

Das Pfarrweisacher Gremium stellte Gedankenspiele für die marode Straße Richtung Lohr und B 303 zurück. Auch Überlegungen, wie das Neubaugebiet "An der Schule" am besten angebunden werden kann, wurden zunächst vertagt.
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Drei Millionen Euro wären erforderlich, um die marode Straße zwischen Pfarrweisach und der Bundesstraße 303 zu sanieren. Hier ein Hinweis auf die Schäden an der Teilstrecke zwischen der Kerngemeinde und Lohr Foto: Eckehard Kiesewetter
Drei Millionen Euro wären erforderlich, um die marode Straße zwischen Pfarrweisach und der Bundesstraße 303 zu sanieren. Hier ein Hinweis auf die Schäden an der Teilstrecke zwischen der Kerngemeinde und Lohr Foto: Eckehard Kiesewetter

Die Straße von Pfarrweisach über Lohr zur Bundesstraße 303 und damit zusammenhängend das Neubaugebiet "Bei der Schule" beschäftigte den Gemeinderat Pfarrweisach wieder einmal in der letzten Gemeinderatssitzung, aber bei weitem noch nicht abschließend. Ein Vollausbau der Straße würde Schätzungen zufolge über drei Millionen Euro kosten - bei einer Bezuschussung mit FAG-Mitteln (Finanz-Ausgleichs-Gesetz) von etwa 60 Prozent, wie Bürgermeister Ralf Nowak darstellte.

Werner Hauck sprach wohl allen Räten aus der Seele mit dem Hinweis, dass dies von der Gemeinde nicht zu leisten sei. Es müsste jetzt ein Durchführungsbeschluss erfolgen, damit die Regierung etwas Genaueres sagen könnte. Eine Entscheidung wurde deshalb vertagt, bei einer der nächsten Sitzungen sollen Zahlen vorgelegt werden.

Eine Alternative wäre eine Belagerneuerung der Fahrbahn in vier Zentimeter Stärke oder ein erster Bauabschnitt von 1,28 Kilometern Länge. Solange hier keine Klärung besteht, kann auch keine Entscheidung fallen über die tatsächliche Ausführung des Anschlusses der Straße zum Neubaugebiet.

Versorgung mit Gas

Im Baugebiet soll ein Flüssiggasnetz aufgebaut werden. Die ausführende Firma "Primagas" geht davon aus, dass 60 Prozent der Häuslebauer Gasanschluss nehmen würden, Kostenpunkt pro Bauparzelle 1100 Euro. Der Gemeinderat sieht in der Gasversorgung einige Vorzüge und stimmte dem zu, wobei er den Gastank unter der Erde positioniert wissen will.

Die Telekom ließ verlauten, so der Bürgermeister, dass das Baugebiet mit Glasfasertechnik versorgt wird.

Ein weiterer Dauerbrenner im Gemeinderat Pfarrweisach ist die Sanierung der Grundschule. Es soll eine Teilsanierung der Schule mit Turnhalle beantragt werden, die auch einen Werkraum vorsieht. Hierfür sollten das Gerätelager der Turnhalle und ein Lagerraum umgenutzt werden, Kostenpunkt etwa 25 000 Euro. Dazu sollen bei der Regierung Vorplanungen angestoßen werde. Gemeinderat Christoph Göttel mahnte bei Bürgermeister Nowak mit deutlichen Worten an, in die Planungen die beiden Baureferenten Markus Oppel und ihn selbst künftig einzubeziehen. Als Planer wird das Architekturbüro Gick + Partner aus Bamberg beauftragt.

Photovoltaik-Pläne

Umfassend musste sich der Gemeinderat mit den Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange zu dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Photovoltaik-Freiflächenanlage Heckenbrunn" mit paralleler Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Pfarrweisach eben an dieser Stelle befassen. Alle Stellungnahmen enthielten Zustimmung, alles ist baurechtlich in Ordnung. Jetzt muss der Flächennutzungsplan nur noch vom Landratsamt Haßberge in Haßfurt genehmigt werden.

Manuel Zeller und Tobias Semmler von der ausführenden Firma Südwerk Burgkunstadt dankten dem Gremium für das Vertrauen in das Vorhaben. Mit Bauvorbereitungsarbeiten wurde bereits begonnen, die Einweihung sei für 2020 geplant.

Beitrag zum Brandschutz

Um den Brandschutz in Lichtenstein zu verbessern, soll der Steinbruchsee an der Straße nach Buch als Lieferant für Löschwasser zugänglich gemacht werden. Baron Alexander von Rotenhan, der Initiator dieser Maßnahme, würde die Arbeiten im Zuge des Waldwegebaus unentgeltlich organisieren. Die trotzdem anfallenden Kosten in Höhe von etwa 3000 Euro übernimmt die Gemeinde.

Die Gemeinde Pfarrweisach will weiterhin im Städtebauförderprogramm als Fortsetzungsmaßnahme bleiben, das heißt, auch die notwendigen Aufwendungen haushaltsrechtlich absichern. Angedacht ist eine Verbesserung der Verbindung zwischen den einzelnen Siedlungsbereichen in Kraisdorf, nämlich eine gestaltete Überquerungshilfe über die Kreisstraße 46, zusammen mit der Landkreisverwaltung (2020/2021). Ferner sind für 2021/2022 der Ausbau der Weißgasse und Parkplätze an der Kirche vorgesehen.

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