Bad Staffelstein

Stolzer Tag für 83 Absolventen

14 Realschüler schafften in Bad Staffelstein ihren Abschluss mit einer Eins vor dem Komma.
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Die musikalische Ausgestaltung der Abschlussfeier in der Adam-Riese-Halle fand erstmals auf der Empore statt.  Fotos: Gerda Völk
Die musikalische Ausgestaltung der Abschlussfeier in der Adam-Riese-Halle fand erstmals auf der Empore statt. Fotos: Gerda Völk
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Für 83 Schüler der zehnten Jahrgangsstufe der Staatlichen Realschule begann mit der Übergabe ihrer Zeugnisse ein neuer Lebensabschnitt. Mit einer stimmungsvollen Feier in der Adam-Riese-Halle wurden sie am Donnerstag im Beisein ihrer stolzen Eltern und zahlreicher Gäste und Ehrengäste entlassen.
"Ihr habt es geschafft, mit der mittleren Reife die Schule zu verlassen", sagte Konrektorin Monika Greßmann-Schierer. Sie würdigte die beachtliche Leistung der jungen Leute, von denen 14 ihren Abschluss mit einer Eins vor dem Komma gemacht haben.
"Endlich die Schule geschafft, endlich kein Pauken mehr, Stress ade, einfach mal die Seele baumeln lassen." Mit diesen Worten sprach die Elternbeiratsvorsitzende Dagmar Christian-Süppel vielen Absolventen aus dem Herzen. Doch bereits im September stelle sich die Realität wieder ein und ein weiterer Lebensabschnitt werde beginnen, sei es mit der Berufsausbildung oder einer weiterführenden Schule. "Wichtig ist dabei, stets vorwärts zu blicken und bei Schwierigkeiten den Mut zu haben, den Weg weiterzugehen", ermutigte Christian-Süppel die Absolventen.
Landrat Christian Meißner wünschte sich, dass viele der jungen Leute dem Landkreis nicht den Rücken kehrten. "Denken Sie daran, dass Sie nirgends sonst das ,d‘ mit dem ,t‘ verwechseln dürfen und nirgends gibt es eine größere Brauereidichte als bei uns", sagte Meißner mit einem Augenzwinkern.
Im Namen des Absolventenjahrgangs richteten die Schülersprecher Sophia Sperlich und Justin Fiedler einen herzlichen Dank an die Eltern für die Geduld und die Bereitwilligkeit, so manchen Schulausflug zu finanzieren. In seiner Abschiedsrede nahm Schulleiter Peter Gerhardt Bezug auf das Fußballspiel. Am Anfang ihrer Schullaufbahn wollte keiner der neuen Spieler Fehler machen. Im mittleren Bereich des Turniers sei bei manchen Spielern die Spritzigkeit und die Lust am Spiel verloren gegangen. Die Rechentaktik habe so manche Leistung bestimmt. So sei genau ausgerechnet worden, welches Ergebnis zum Weiterkommen genügt. Aber ein Spiel dauere eben 187 Schultage. Als das Endspiel nahte, sei bei den allermeisten der Trainingseifer gewachsen. Die oftmals kritisierten Trainer (Lehrer) seien wieder gefragte Führungskräfte geworden. Viele Spieler hätten ihre Leistungen gesteigert, einige überraschten sogar mit Glanzleistungen. "Nun ist die Zeit gekommen, um Abschied zu nehmen." Doch eine alte Fußballweisheit besage, nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Das Zeugnis der Realschulreife sei die Eintrittskarte in die nächste Runde. "Ihr braucht vor der Zukunft keine Angst zu haben", sagte der Schulleiter, denn viele hätten schon bewiesen, dass sie auch schwierige Aufgaben bewältigen können.
Über eine besondere Würdigung durften sich in diesem Jahr fünf Absolventen freuen, deren Zeugnis eine Note bis 1,5 aufweist. Erstmals fand die musikalische Ausgestaltung unter der Leitung von Musiklehrer Wolfgang Haßler auf der Empore der Halle statt. Ein Trompetensolo steuerten Nick Birkner und Jakob Weis sowie ein Klavierstück David Neuhardt bei. Mit zwei Rock-Medleys erfreuten Schulband und Chor.
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