Stockheim
Infrastruktur

Stockheim investiert jährlich sechsstelligen Betrag in die Trinkwasser-Aufbereitung

Karl-Heinz Hofmann Die Gemeinde Stockheim verfügt über eine moderne Trinkwasser-Aufbereitungsanlage und investiert jährlich einen sechsstelligen Betrag in den Erhalt der Leistungsfähigkeit und Sicherh...
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Auf dieser Tafel zeigt Wassermeister Werner Löffler (rechts) den Aufbau der Trinkwasserversorgung. Die sendet digital wichtige Daten für den Wassermeister aus den Tiefbrunnen und Hochbehältern, was vor allem bei Störungsfällen sehr wichtig ist, informiert er Bürgermeister Rainer Detsch.  Foto: Karl-Heinz Hofmann
Auf dieser Tafel zeigt Wassermeister Werner Löffler (rechts) den Aufbau der Trinkwasserversorgung. Die sendet digital wichtige Daten für den Wassermeister aus den Tiefbrunnen und Hochbehältern, was vor allem bei Störungsfällen sehr wichtig ist, informiert er Bürgermeister Rainer Detsch. Foto: Karl-Heinz Hofmann

Karl-Heinz Hofmann Die Gemeinde Stockheim verfügt über eine moderne Trinkwasser-Aufbereitungsanlage und investiert jährlich einen sechsstelligen Betrag in den Erhalt der Leistungsfähigkeit und Sicherheit der Trinkwasserversorgung in der Bergwerksgemeinde.

Trockene Sommer

Bürgermeister Rainer Detsch (FW): "Nicht zuletzt wegen der letzten beiden recht trockenen Sommer 2018 und 2019 ist das Thema ,Sicherheit unserer Trinkwasserversorgung' in der Öffentlichkeit verstärkt in den Fokus gerückt." Der Stellenwert einer ausreichenden und qualitativ hochwertigen Wasserversorgung kann letztendlich nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung sind die wichtigste Infrastruktur einer Kommune und stellen das größte Vermögen der Gemeinde dar: 90 Kilometer Trinkwasserleitungen und noch mehr Kilometer im Abwasserbereich, dazu die Technik in der Trinkwasseraufbereitung und der Abwasserreinigung sind eine ständige Herausforderung.

Tiefbrunnen und Quellen

Die Gemeinde Stockheim verfügt über zwei Tiefbrunnen und Quellen. "Die Auslastung liegt bei circa 35 Prozent, damit bleibt viel Luft nach oben. Die Sicherheit der Trinkwasserversorgung ist auf Dauer gewährleistet", stellt der Bürgermeister zufrieden fest und fährt fort: "Mit Fachpersonal und ordentlichem Investitionsvolumen sorgen wir für hohe Qualität und Sicherheit der Versorgung. Es besteht kein Investitionsstau."

Von der Trinkwasseraufbereitungsanlage in Neukenroth aus werden die Wassermengen mehrerer Brunnen aufbereitet und an Hochbehälter weitergepumpt. Es werden mit dem hier aufbereiteten Trinkwasser alle Gemeindeteile Stockheims (Stockheim, Neukenroth, Wolfersdorf, Haßlach, Reitsch, Haig, Burggrub) sowie Größau, Teile von Pressig und Bächlein mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser versorgt. Die Trinkwasserversorgung wird aus zwei Tiefbrunnen mit Trinkwasserqualität gewonnen. Die Fördermenge beträgt etwa 2250 Kubikmeter täglich, davon gehen täglich durchschnittlich circa 800 Kubikmeter in den Verbrauch.

"Also an Trinkwassernot muss Stockheim auch in Hitzesommern, wie in den Jahren 2018 und 2019, so schnell nicht leiden", freut sich Bürgermeister Rainer Detsch und weist auf die autarke Versorgung der Gemeinde mit diesen beiden Tiefbrunnen und den beiden Quellen in Haig hin.

"Wir sind in der glücklichen Lage, mit dem wichtigsten Nahrungsmittel Selbstversorger zu sein. Die Brunnen ergeben über 800 000 Kubikmeter jährlich an Trinkwasser. Davon werden nur circa 310 000 Kubikmeter jährlich verbraucht. Diese werden an 2200 Hausanschlüsse über ein rund 90 Kilometer langes Rohrleitungsnetz gepumpt", erklärt Wassermeister Werner Löffler.

Vier Hochbehälter

Dafür stehen vier Hochbehälter, in Pressig, Neukenroth, Burggrub und Haig zur Verfügung, zu denen das Wasser mittels Speicherprogrammierbarer Steuerung (SPS) gepumpt wird.

Auf einer großen elektronisch gesteuerten Tafel kann Wassermeister Werner Löffler alle Daten aus den Tiefbrunnen und den Hochbehältern abrufen und eventuell auftretende Störungen sofort erkennen. Auch Schwankungen in der Abnahmemenge sind leicht erkennbar.

"Wir wollen weiterhin breit aufgestellt bleiben und investieren in Sicherheit und Leistungsfähigkeit jährlich einen sechsstelligen Betrag in die Trinkwasserversorgung", sagte Detsch. Darüber hinaus wird bei Straßenbauarbeiten die Wasserversorgung erneuert, was bei Einzelmaßnahmen etwa 100 000 Euro kostet. Die nächsten geplanten Arbeiten sind im nächsten Jahr die Bahnhofsiedlung in Burggrub und die Ziegenrückstraße in Stockheim.

Als sehr erfreulich nennt Bürgermeister Detsch, dass in der Gemeinderatssitzung am 4. Juni 2018 bei der Trinkwasserversorgung eine Senkung der Einleitungsgebühr von bisher 1,45 Euro pro Kubikmeter (seit 1. Juli 2014) auf nunmehr 1,35 Euro pro Kubikmeter beschlossen werden konnte. In beiden kostenrechnenden Einrichtungen (Trinkwasser und Abwasser) konnte somit eine 100-prozentige Kostendeckung erreicht werden, so wie es vom Gesetzgeber eigentlich auch vorgeschrieben ist.

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