Stockheim
Klausurtagung

Stockheim begreift seine Zukunftsplanung als Potenzialwerkstatt

Die Gemeinde Stockheim wird ihrer Vorreiterrolle beim Modellprojekt Kommunalmarketing gerecht. Zur Eröffnung einer mehrstündigen zweiten Klausurtagung brachte der Vorsitzende von Kronach Creativ, Rain...
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Die Gemeinde Stockheim wird ihrer Vorreiterrolle beim Modellprojekt Kommunalmarketing gerecht. Zur Eröffnung einer mehrstündigen zweiten Klausurtagung brachte der Vorsitzende von Kronach Creativ, Rainer Kober, seine Freude zum Ausdruck.
"Wir sind froh, dass die Gemeinde Stockheim sich im Herbst 2016 als erste Modellgemeinde für die Projektbeteiligung entschieden hat. Damit nimmt die Gemeinde eine zentrale Vorreiterrolle ein und war bisher ein wichtiger Impulsgeber", so Kober.
Seit 2016 begleitet er mit Projektmanagerin Margarita Volk-Lovrinovic drei Modellgemeinden im Landkreis Kronach auf ihrem Entwicklungsweg. "In enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde werden die Modellgemeinden zunächst bei der Ermittlung und Weiterentwicklung ihrer wesentlichen kommunalen Stärken und Ziele beratend unterstützt und bei ihrer wirkungsvollen Kommunikation in die Bürgerschaft intensiv begleitet. Auf diese Weise soll gesellschaftliches Engagement in den Gemeinden aktiviert werden", erörterte die Projektmanagerin. Kober ergänzte, "dass die besonderen Stärken der Gemeinde Stockheim in den sehr guten Lebens- und Arbeitsbedingungen, der soliden Infrastruktur, der regen Vereinskultur und vor allem dem starken Gemeinschaftssinn liegen".
Herausforderungen ergäben sich für die Gemeinde durch die Folgen der demografischen Entwicklung. Nach heutigen Berechnungen werde die Kommune weiter Bevölkerung verlieren. "Diese Herausforderungen wollen wir als Chance für Weiterentwicklung nutzen", erklärte Kober. Daher wurde ein Aktionsplan mit konkreten kommunalen Zielen und entsprechenden Maßnahmen entwickelt und während dieser Klausurtagung vorgestellt.
Mit der verbindenden Zielorientierung "Ein starkes Wir" soll die Gemeinde Stockheim in die Zukunft geführt werden. Dafür soll vorrangig attraktiver Wohnraum geschaffen und das Profil als ehemalige Bergwerksgemeinde geschärft werden. Bürgermeister Rainer Detsch konnte bereits positive Ansätze einbringen. Allerdings sei es ein langer Weg. Auf Basis des Aktionsplans wollen die Projektkoordinatoren mit der Gemeinde Schlüsselprojekte initiieren und die Eigeninitiative der Bürger damit fördern. Professionelle Unterstützung bei der Kommunikation der Ziele erhält man von der Marketingagentur "Ideenhaus" aus Nürnberg.
Kober informierte, dass das Projekt, das eigentlich Ende 2018 auslaufen sollte, auf weitere zwei bis drei Jahre vom Freistaat gefördert wird. Das zeige, dass der strategische Ansatz richtig sei und durch die Finanzierungssicherung hervorragende Voraussetzungen für die Umsetzung geschaffen würden. eh


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