Wonfurt

Stinkt der neue Betrieb?

Die Wonfurter sprachen eine geplante Neuansiedlung und die Heimlichtuerei darum an. Auch Kindergarten und Spielplätze bewegten die Gemüter.
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Die Gemeinde Wonfurt erweitert das Gewerbegebiet in Wonfurt Richtung Osten (rechts im Bild).  Foto: U. Langer
Die Gemeinde Wonfurt erweitert das Gewerbegebiet in Wonfurt Richtung Osten (rechts im Bild). Foto: U. Langer

Bei der Bürgerversammlung am Mittwoch gab Bürgermeister Holger Baunacher gut 50 Anwesenden Informationen über die Gemeinde Wonfurt. Zur Bauleitplanung sagte er: "Wir haben zwar ein Förderprogramm für die Innenentwicklung, aber es gibt auch junge Bürger, die ein neues Haus bauen wollen. Weil aber nicht genutzte Bauplätze partout nicht verkauft werden, wollen wir in Wonfurt im Anschluss an das Bodenfeld ein neues Baugebiet ausweisen." In Dampfach stehe das neue Baugebiet kurz vor der Vollendung.

Eine große Aufgabe ist die Kanalsanierung in Wonfurt und Steinsfeld. Im Frühjahr 2019 geht es um die Kanäle in der Sonnenstraße und in der Dr.-Steinmüller-Straße in Wonfurt. "Dabei reden wir von Kosten von 800 000 Euro, wobei die Kanäle mit rund 300 000 Euro zu Buche schlagen", so Baunacher. Bei einer Bürgerversammlung für Wonfurt und Steinsfeld erfahren die Bürger mehr über die Verbesserungsbeiträge, die von ihnen erhoben werden.

Der Gemeinderat wird sich überlegen, in welchem Umfang der Kindergarten in Wonfurt saniert werden soll. Infrage kämen ein Ersatzneubau, eine Generalsanierung (teuer) oder nur punktuelle Sanierungen.

Trotz vieler gestellter Förderanträge hat die Gemeinde immer noch keinen positiven Bescheid für die Sanierung der Turnhalle in Wonfurt. Im Oktober soll entschieden werden, ob die Turnhalle auch ohne Fördergelder saniert werden soll.

Was die Bürger beschäftigt

Etliche Wonfurter sprachen die Ansiedlung eines neuen Kunststoff verarbeitenden Betriebs im Gewerbegebiet an. Dass der Name verschwiegen wird, stieß einigen sauer auf. Baunacher betonte, es sei rechtens, wenn ein Bauherr in der frühen Ansiedlungsphase Anonymität verlangt. Der Gemeinderat habe sich intensiv mit der Firma befasst und das Landratsamt Haßberge um Mithilfe gebeten. Der Bauantrag brauche keine immissionsschutzrechtliche Genehmigung. Weil das Unternehmen Kunststoff verarbeite, entstehe zwar in der Produktionshalle Geruch. "Aber außerhalb des Gebäudes ist dieser Geruch nicht wahrnehmbar."

Allerdings monierte Luzia Settelein, dass von der Firma Loacker nachts massive, metallische Gerüche ausgegangen seien. Baunacher erklärte auf Anfrage, dass Loacker durch verschiedene Behörden kontrolliert werde. Bei einer Geruchsbelästigung sollte man sich an den Geschäftsführer und an die Gemeinde wenden.

Thomas Schuck hatte gleich mehrere Anliegen. Dazu teilte Baunacher mit, dass er dem Gemeinderat vorschlagen werde, einen Grünschnittablageplatz für die Bürger anzulegen. Zum Thema "Spielplätze" sagte er, dass die Geräte auf dem Spielplatz an der Turnhalle in Wonfurt derzeit geprüft würden. Einen kleinen Spielplatz soll es im neuen Baugebiet geben. Zum Vorwurf, dass die Jugendlichen immer noch keinen Jugendraum hätten, teilte Baunacher mit, dass heuer zwischen Feuerwehrgerätehaus und dem Anwesen der Firma Schramm Container (mit sanitären Anlagen) aufgestellt werden.

Den Wunsch von Rita Cieski nach einem Metzger kann der Bürgermeister nicht erfüllen. "Es gibt seitens der Metzgereibetriebe kein Interesse", sagte er. Es fehle das Personal, und die Auflagen seien einfach zu hoch.

Luzia Settelein monierte zu hohe Geschwindigkeiten von Lkw-Fahrern in der Hauptstraße. Laut Bürgermeister sind auf der Staatsstraße keine baulichen Veränderungen möglich.

Da laut Rüdiger Cieski "Ordnung und Sauberkeit" zu wünschen übrig ließen, betonte Baunacher, dass es Bürger gebe, die den Winterdienst und das Reinigen der Straße vernachlässigen und ihre Hecken nicht schneiden. "Ab 2019 wird es Gelbe und Rote Karten geben, die der Bauhof verteilen wird", sagte er. "Im Extremfall kann eine Fremdfirma auf Kosten der Hauseigentümer beauftragt werden, die notwendigen Arbeiten auszuführen." Dies müsse aber der Gemeinderat beschließen.



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