Herzogenaurach

Stimmgewaltiges Oratorium

In Herzogenaurachs Stadtpfarrkirche erklingt Georg Friedrich Händels "Joshua".
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Der philharmonische Chor bei einem seiner Auftritte in St. Magdalena Foto: privat
Der philharmonische Chor bei einem seiner Auftritte in St. Magdalena Foto: privat

Zu einem großen Chor- und Orchesterkonzert laden die Stadt Herzogenaurach und der philharmonische Chor am Samstag, 23. November, um 20 Uhr in die Stadtpfarrkirche St. Magdalena ein. Auf dem Programm steht "Joshua", ein stimmgewaltiges Oratorium von Georg Friedrich Händel in bester Barockmanier, teilt das Kulturamt der Stadt mit.

An der Aufführung unter der Leitung von Ronald Scheuer wirkt neben dem philharmonischen Chor das Orchester "La Banda" mit, das sich speziell der historischen Aufführungspraxis auf historischen Instrumenten verschrieben hat. Die Solisten sind Katrin Küsswetter (Sopran), Franz Vitzthum (Altus), Philip Farmand (Tenor) und Julian Orlishausen (Bass).

Schon während seiner Zeit als Komponist italienischer Opern entwickelte Händel eine neue Kunstform: das englische Oratorium. In England war das Oratorium bis dahin unbekannt. Er schuf damit eine neue große Form des musikalischen Dramas, die von der Bühne losgelöst ist.

Durch den Verzicht auf szenisches Spiel, Kostüme und Masken wird der Handlungsablauf nun ausschließlich in die Fantasie des Zuhörers verlagert, dementsprechend wird der ideelle und sinnliche Gehalt eines Werkes intensiviert. Der Chor ist jetzt nicht nur integriert, sondern er wird zum wesentlichen Glied und Träger der Handlung. Händel führte seine Oratorien in eigener Regie auf und öffnete einem neuen Publikum, dem bürgerlichen, die Pforten.

Das dreiteilige Oratorium "Joshua" komponierte Georg Friedrich Händel innerhalb von nur vier Wochen im Sommer des Jahres 1747. Das Libretto basiert auf dem Buch Josua. Es greift wie bei "Samson", "Judas Maccabaeus", "Joseph and his Brethren" und anderen eine Kerngeschichte des Alten Testaments auf, die Eroberung des gelobten Landes Kanaan durch die Israeliten nach der Belagerung und Einnahme der Stadt Jericho. Joshua führte dabei als Nachfolger des Moses die Israeliten an. Am siebten Tag der Belagerung Jerichos lässt Joshua die Bundeslade um die Stadt tragen. Danach brachte der Klang von sieben Trompeten (Schofaren) die Stadtmauern zum Einsturz. Mit Gottes Hilfe lässt Joshua die Sonne stillstehen, um den Ausgang einer Schlacht zu beeinflussen, und vollbringt weitere Wunder. Das Oratorium beschließt der Chor mit einem mächtigen Lobgesang auf den Gott Israels.

Die Uraufführung fand am 1748 im Theatre Royal in Covent Garden statt. Das Werk wurde 1752, 1754 und 1756 auch in anderen englischen Städten wiederholt. Es entwickelte sich bald zu einem der erfolgreichsten Oratorien Händels. Wie im Original wird "Joshua" in Herzogenaurach in englischer Sprache aufgeführt.

Eintrittskarten für das Konzert sind im preisgünstigeren Vorverkauf in der Tourist-Information, Hauptstraße 34, bei jeder Reservix-Vorverkaufsstelle und online im Internet unter www.herzogenaurach.de erhältlich. Restkarten können an der Abendkasse ab 19 Uhr erworben werden. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.herzogenaurach.de und im Kulturamt unter der Telefonnummer 09132/901120. red

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