Gräfenberg

Stellplätze für Fahrräder gesucht

Gräfenberg schafft Abstellanlagen für immer hochwertigere Räder und E-Bikes an. Doch wegen der vorgeschlagenen Standorte am Marktplatz und am Freibad gibt es kritische Nachfragen.
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Ob am Parkplatz am Freibad in Gräfenberg eine neuwertige Fahrradabstellanlage aufgestellt wird, ließ der Stadtrat offen. Foto: Petra Malbrich
Ob am Parkplatz am Freibad in Gräfenberg eine neuwertige Fahrradabstellanlage aufgestellt wird, ließ der Stadtrat offen. Foto: Petra Malbrich

Trotz der bergigen Lage wird auch in Gräfenberg Fahrrad gefahren. Nicht nur Touristen sind unterwegs, sondern auch viele Einheimische schwingen sich zum Einkaufen auf das Fahrrad. Matthias Striebich (Grüne) hat das fotografiert - als Beleg für seinen Antrag, am Marktplatz und am Freibad Fahrradständer für je zehn Fahrräder aufzustellen.

Diese sollten jedoch nicht den 70er-Jahre-Modellen ähneln, sondern neuwertige Abstellanlagen sein, die den technischen Richtlinien des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) entsprächen. Spätestens im April sollte das realisiert werden. Im Haushalt 2020 sollten die Mittel dafür eingestellt werden.

Bürgermeister Hans-Jürgen Nekolla (SPD) unterstützte diesen Antrag. Die Menschen seien heute nicht mehr mit dem Hollandrad unterwegs, sondern mit hochwertigen Rädern, die gut 700 Euro kosten, oder mit E-Bikes, die noch teurer sind. "Diese wollen die Leute nicht mehr ungesichert stehen lassen", meinte Nekolla.

"Wie wir das ausführen, ob mit Blöcken, die man bei den Veranstaltungen wieder herausnehmen kann, oder wie man die Ständer sichert, ist zunächst egal. Ich möchte das auch auf die Situation hinter der Verwaltungsgemeinschaft ausweiten", sagte der Gräfenberger Bürgermeister, der deshalb einen Grundsatzbeschluss wollte. Damit hatte jedoch die CSU Probleme.

Widerspruch

"Der Grundsatzbeschluss wurde schon mit den E-Tankstellen gefasst, diese wurden an der ungünstigsten Stelle aufgebaut", kritisierte Hans Derbfuß (CSU). Widerspruchslos konnte diese Aussage nicht stehen bleiben. Laut Bürgermeister sei anhand von GPS-Daten der Standort für die E-Ladesäulen genau festgelegt und vom Stadtrat so beschlossen worden. Auch Matthias Striebich erinnerte an die Horrorszenarien, dass keine Kirchweih mehr gefeiert werden könnte und keine Bühne mehr aufgestellt werde. Beides war möglich, wie die Kirchweih und das Bürgerfest zeigten.

"Ich kann am Marktplatz nicht zustimmen, wenn ich nicht vorher genau weiß, wo die Fahrradständer aufgebaut werden", meinte Derbfuß. Werner Wolf (FW) hingegen sah das Freibad als Standort eher kritisch. "Das Freibad hat maximal vier Monate im Jahr geöffnet. Oder gibt es mobile Anlagen, um sie dann woanders nutzen zu können?", fragte Wolf.

Als angeregt wurde, zunächst zu beschließen, dass die Fahrradabstellanlagen gekauft werden und in einem weiteren Schritt die Kosten, die Modelle und Standorte festgelegt werden, stimmte der Stadtrat zu.

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