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Steinbach am Wald

Steinbach am Wald beteiligt sich am Bayern-Netz-Natur-Projekt

Steinbach am Wald — Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung am Dienstagabend die Teilnahme am Naturschutzprojekt in der Rennsteigregion. Projektträger i...
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Steinbach am Wald — Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung am Dienstagabend die Teilnahme am Naturschutzprojekt in der Rennsteigregion. Projektträger ist der Landschaftspflegeverband Frankenwald Landkreis Kronach.
Geschäftsführer Dietrich Förster sowie Petra Brehm vom Naturpark Frankenwald stellten Hintergründe und Intention des Projektes vor. Im nördlichen Frankenwald finde sich ein deutschlandweit einmaliges Gebiet mit Bärwurzwiesen und Feuchtgebieten. Deren langfristiger Erhalt beziehungsweise Förderung und in diesem Zusammenhang auch der Erwerb von Grundstücken bilden den Mittelpunkt des Naturschutzprojekts.
Ziele seien insbesondere eine ökologisch-ökonomisch sinnvolle Entwicklung und Vernetzung sowie die Bewahrung der wertvollen historischen Kulturlandschaft. Laufzeit ist vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2020. Man rechnet mit Gesamtkosten von 470 000 Euro. Die Förderung seitens des bayerischen Naturschutzfonds beträgt 400 000 Euro. Die restlichen 70 000 Euro sollen je zur Hälfte der Landkreis sowie die fünf - hoffentlich - teilnehmenden Gemeinden tragen: Tettau, Ludwigsstadt, Steinbach am Wald, Teuschnitz und Tschirn. Dies entspricht für jede Gemeinde 2350 Euro pro Jahr.
Gemeinderätin Angela Wiegand (CSU) erkundigte sich bezüglich etwaiger emissionsrechtlicher Einschränkungen für an das Schutzgebiet angrenzende Industrie-Betriebe. Dies vereinten Förster und Brehm. Dennoch stimmte Wiegand dagegen.
Der Gemeinderat beschloss - ebenfalls bei Gegenstimme von Wiegand - den Umbau des Waldes zwischen der Brunnenstraße und dem Erdwall bei den Scherbenplätzen. Dies erfolgt durch Fällung aller Bäume sowie Wiederaufforstung des Waldstreifens. Laut Bürgermeister Thomas Löffler (CSU) fand hierzu bereits ein Ortstermin mit Martin Körlin und den Anliegern statt. "Wie Herr Körlin ausführte, ist der Wald grundsätzlich zu erneuern, da zum einen mehr und mehr Käferbefall zu verzeichnen ist und zum anderen die Standsicherheit der hohen Fichten nicht mehr gewährleistet werden kann", erklärte Löffler. Der Wald wird zum Mischwald umgebaut. Parallel zu den Anliegergrundstücken wird ein Bewirtschaftungsweg als klare Abgrenzung zum Wald errichtet. Der Gesamtaufwand für die Gemeinde beträgt circa 21 000 Euro, welchem ein Erlös von circa 30 000 Euro gegenüber steht.
Angela Wiegand bedauerte, dass dadurch die bereits erfolgten Anpflanzungen zerstört würden und es wieder dauere, bis die Neuanpflanzung hoch gewachsen sei.
Anders sah dies ihre Parteikollegin, Zweite Bürgermeisterin Monika Barnickel: "Das ist der einzig sinnvolle Weg. Fichten sind Flachwurzler. Die Leute haben Angst, dass sie umfallen." Dem schloss sich Dritter Bürgermeister Klaus Neubauer (SPD) an: "Eine Fichte hat neben einem Haus nichts zu suchen, weg damit!"


Bücherei wird Gruppenraum

Die ehemalige Bücherei der Grund- und Mittelschule Windheim wird zum Gruppenraum umgebaut. Das Gremium folgte damit einem Antrag von Rektorin Andrea Paschold. Der Grund ist die gestiegene Gruppenzahl, einhergehend mit dem erhöhten Platzbedarf. Die Schätzkosten von 40 000 Euro sind im Haushalt 2017 nicht berücksichtigt. Die Arbeiten beginnen am kommenden Montag.
Bei der Sitzung wurden die Modalitäten für die Bundestagswahl am 24. September festgelegt. Die Mitglieder der Wahlvorstände und des Briefwahl-Vorstands erhalten eine Entschädigung von 25 Euro. Für sie wird eine Fahrzeugversicherung mit einer Selbstbeteiligung von 300 Euro und Unfallversicherung abgeschlossen. Es entstehen einmalige Kosten von rund 1300 Euro.
Laut Rainer Neubauer (Bürgerliste Kehlbach) gibt es derzeit in Kehlbach keinen Platz, um Plakate anbringen zu können. Eventuell könne man die nicht mehr genutzten Gemeindetafel-Kästen umbauen.
Wie Bürgermeister Löffler ausführte, wolle man sich eh einmal mit dem Aufhängen von Plakaten auseinandersetzen, da dies oftmals kein schöner Anblick sei.

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