Fabrikschleichach
Tourismus

Steigerwald gilt als klassisches Kurzreiseziel

Bürgermeister aus fünf Landkreisen und die dazugehörigen Landräte kamen am Donnerstag in Fabrikschleichach zur Mitgliederversammlung des Tourismusverbandes Steigerwald zusammen. Neben der Tourismus-Bi...
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Bürgermeister aus fünf Landkreisen und die dazugehörigen Landräte kamen am Donnerstag in Fabrikschleichach zur Mitgliederversammlung des Tourismusverbandes Steigerwald zusammen. Neben der Tourismus-Bilanz für 2017 und den Planungen für 2019 stellten die Mitglieder die Weichen für die Überführung des bisherigen Verbandes in einen eingetragenen Verein.

"Es ist schon wichtig, dass der Tourismusverband ein e.V. wird, denn mit der Rechtsform haben wir einige rechtliche Sicherheiten wie die Haftungsbeschränkung und es wird uns möglich, Fördermittel zu beantragen", sagte die Geschäftsführerin Andrea Fahrenholz im Gespräch mit unserer Zeitung. Nach dem Beschluss der Mitgliederversammlung am Donnerstag müssen nun noch die Gremien in den einzelnen Kreisen zustimmen.

Federführend bleibt wie bisher entsprechend dem Gebietsanteil der Landkreis Neustadt an der Aisch; Landrat Helmut Weiß wurde zum Vorsitzenden gewählt. Bambergs Landrat Johann Kalb übernimmt die Funktion des stellvertretenden Vorsitzenden. Die Landrätin Tamara Bischof (Kitzingen) und ihre Kollegen Alexander Tritthart (Erlangen-Höchstadt), Florian Töpper (Schweinfurt) und Wilhelm Schneider (Haßberge) sind "geborene" Mitglieder im Vorstand. Dazu kommen als Schatzmeister Johann Oeder (Bürgermeister Markt Taschendorf), die Beisitzer Matthias Bäuerlein (Bürgermeister Rauhenebrach), Johannes Krapp (Bürgermeister Schlüsselfeld), Georg Leisgang (Hotel Gasthof "Zum Storch", Schlüsselfeld), Christian Lange (Zweiter Bürgermeister Bamberg) und Mike Bernasco von der Kur-, Kongress- und Touristik-GmbH Bad Windsheim. Kassenprüfer sind die Bürgermeister Thorsten Wozniak (Gerolzhofen) und Gerald Brehm (Höchstadt). Als beratendes Mitglied gehört zur Vorstandschaft Angelika Schäfer für den Tourismus Franken e.V.

Mit der Rechtsform stelle man sich geschlossener auf, so Vorsitzender Helmut Weiß, denn eine Organisationsanalyse des Tourismusverbands beziehungsweise der Tourismusregion Steigerwald zeige als Schwäche die Gebietsgröße und die Verteilung auf fünf Landkreise auf. Damit ergäben sich Hindernisse in der Kooperation und Unsicherheiten bei den Zuständigkeiten.

Die Ergebnisse dieser Analyse stellte Sandra Müller vor. Verbesserungswürdig sind demnach der öffentliche Personennahverkehr in der Region und es gebe einen Mangel an Fachpersonal für die Gastronomie. Einiges davon könne der Verband angehen, vor allem eine Stärkung der Dachmarke "Steigerwald", durch die Definition klarer Ziele, bessere Vernetzung und intensivere Werbung; allerdings sei dazu auch eine Aufstockung des Personals und der Finanzierung nötig. Die Vereinsgründung wurde als erster Schritt gesehen, die Lage zu optimieren.

Den Schwächen aus der Analyse stehen viele Stärken der Region Steigerwald gegenüber, denn die Tourismuszahlen für 2017 waren ausgesprochen positiv. Insgesamt verzeichnete der Steigerwald mit 1,359 Millionen Übernachtungen eine Steigerung um 5,8 Prozent. Der Steigerwald ist klassisches Kurzreiseziel, hieß es; viele Gäste kommen mehrmals im Jahr. sw



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