Baunach

Steht der HBV vor der Auflösung?

Wenn kein Wunder geschieht, wird es den Haßberghauptverein (HBV) 90 Jahre nach seiner Gründung nicht mehr geben, wie bei der Jahreshauptversammlung im Obleyhof zu erfahren war. Vom bisherigen Vorstand...
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Stolz übernimmt Georg Wild (l.) den Friedrich-Rückert-Kulturpreis 2019 aus den Händen des Vorsitzenden Norbert Schmucker. Foto: Schmidt
Stolz übernimmt Georg Wild (l.) den Friedrich-Rückert-Kulturpreis 2019 aus den Händen des Vorsitzenden Norbert Schmucker. Foto: Schmidt
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Wenn kein Wunder geschieht, wird es den Haßberghauptverein (HBV) 90 Jahre nach seiner Gründung nicht mehr geben, wie bei der Jahreshauptversammlung im Obleyhof zu erfahren war. Vom bisherigen Vorstand waren nur noch zwei Mitglieder zur Wiederwahl bereit. Nach ausgiebiger Debatte wurde beschlossen, am 29. März in Ebern eine Sonderausschusssitzung abzuhalten, um notfalls den Haßberghauptverein aufzulösen. Wenn die Auflösung beschlossen werden sollte, folgt dann eine Auflösungsversammlung. Dem Hauptverein gehören neben den Ortsvereinen auch die Landkreise Haßberge, Bamberg, Schweinfurt, Rhön-Grabfeld und der Naturpark Haßberge an.

Zur Versammlung in Baunach kamen 54 Mitglieder aus 13 Ortsvereinen. Die Begrüßung erfolgte durch Zweiten Vorsitzenden Hans Peter Beck, dem die Grußworte des örtlichen Wanderclubs Baunach durch Ersten Vorsitzenden Michael Bolibruch folgten, der über die Entwicklung des geschichtsträchtigen Ortes an der Baunach berichtete.

Dem Grußwort des Hauptvereinsvorsitzenden Norbert Schmucker folgten Ausführungen des Geschäftsführers des Naturparkes Haßberge, Winfried Seufert. Dieser berichtete, dass der Naturpark Haßberge ein "Naturpark-Haus" einrichten will und Anfang des Jahres eine Rangerin angestellt wurde und ein zweiter Ranger noch folgen soll. Aufgaben der Ranger ist Umweltbildung und Aufklärung im Rahmen des Naturschutzes im Naturpark. Seufert forderte alle Umweltvereine und Naturliebhaber auf, die Ranger zu kontaktieren und ihr Wissen anzuzapfen. So wie bei den HBV Jesserndorf und Baunach sollen auch dieses Jahr wieder Feuchtbiotope angelegt werden. Abschließend dankte der Geschäftsführer allen Wegewarten und -prüfern für die Zusammenarbeit bezüglich des Qualitätsweges "Burgen- und Schlösserweg", wo Anfang Januar der Naturpark in Stuttgart ausgezeichnet wurde.

Norbert Schmucker ging nochmals auf das Wanderjahr 2019 ein, bei dem das 50-jährige Bestehen vom HBV Reckendorf und weitere Feste im Fokus standen.

Die Berichte der Fachwarte wurde vom Hauptnaturschutzwart Hans Peter Beck eröffnet, der ebenfalls wie der Hauptvereinsvorsitzende Schmucker seine Ausführungen in den Naturschutz beim Bau in Gemeinden lenkte. Er forderte die örtlichen Naturschutzwarte auf, Mut zu zeigen und den Gemeinden bei ihren Planungen reinzureden.

Das HBV-Archiv wanderte vergangenes Jahr von Ebern nach Baunach, wo es jetzt in der Vereinshalle des Wanderclubs Baunach untergebracht ist.

Hauptkulturwart Reinhold Schweda lenkte seinen Bericht auf den Friedrich-Rückert-Kulturpreis, der 2019 an Georg Wild aus Baunach vergeben wurde. Der Kulturpreis wurde 1987 ins Leben gerufen und 2019 zum 31. Mal vergeben. Geehrt wurden bisher Gruppen, Vereine, Ehepaare und Einzelpersonen, die durch ihre Arbeit und Wirken Herausragendes für die Wahrung und Förderung der Kultur im Gebiet der Haßberge geleistet haben. Der Friedrich-Rückert-Kulturpreis wurde in der Versammlung an Georg Wild, Altbürgermeister und Ehrenbürger der Stadt Baunach, übergeben, der auch Ehrenmitglied im Hauptverein ist.

Nach dem Kassenbericht von Schatzmeister Oskar Schüßler schlug Kassenprüferin Margot Sohn die Entlastung vor, die dem gesamten Vorstand erteilt wurde.

Hilmar Hardt vom HBV Reckendorf gehört 50 Jahre dem Ortsverein an, den er lange Jahre führte. Dafür wurde er zum Ehrenmitglied des Hauptvereins gemacht.

An Hauptwanderwart Heinz Fausten wurde die goldene Vereinsnadel für Verdienste um den Hauptverein und seinem HBV Jesserndorf verliehen. Der Jugendpreis ging an den Haßbergverein Reckendorf, der Naturschutzpreis an den HBV Rudendorf. schm

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