Rentweinsdorf

Steffen Kropp will Rathauschef werden

Der SPD-Ortsverband Rentweinsdorf schickt einen eigenen Kandidaten für die Nachfolge von Bürgermeister Willi Sendelbeck ins Rennen. Die Liste für den Marktgemeinderat umfasst 24 Kandidaten.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der 30-jährige Verwaltungsmann Steffen Kropp will Bürgermeister von Rentweinsdorf werden. Hier steht der Kandidat an der Tür des Bürgermeisterzimmers, in das er nach der Wahl Einzug halten will. Foto: Günther Geiling
Der 30-jährige Verwaltungsmann Steffen Kropp will Bürgermeister von Rentweinsdorf werden. Hier steht der Kandidat an der Tür des Bürgermeisterzimmers, in das er nach der Wahl Einzug halten will. Foto: Günther Geiling

"Es ist in der heutigen Zeit nicht so einfach, Leute zu finden, die für ihre Kommune und ihre Mitbürger etwas tun wollen. Dies zeigt der Blick in andere Gemeinden. Zum Glück haben wir mit Steffen Kropp einen kompetenten Bürgermeisterkandidaten und auch 24 Bewerber für unseren Marktgemeinderat", betonte die SPD-Vorsitzende Ulrike Trunk bei der Nominierungsversammlung des SPD-Ortsverbands Rentweinsdorf.

Mit der Kommunalwahl im März geht die Amtszeit des Ersten Bürgermeisters Willi Sendelbeck (SPD) zu Ende. Er stand 26 Jahre an der Spitze der Marktgemeinde.

Sein Nachfolger will der 30-jährige Verwaltungsmann Steffen Kropp werden, welcher für die SPD ins Rennen geht. Außerdem präsentieren der CSU-Ortsverband Rentweinsdorf und die "Rentweinsdorfer Unabhängige Liste" (RUL) je einen Bürgermeisterkandidaten. Kropp bringt für das Amt beruflich die besten Voraussetzungen mit, wie es hieß. Er hat in der Verwaltungsgemeinschaft Ebern seine Ausbildung zur Verwaltungsfachkraft absolviert und ist später in die Gemeinde Untersiemau gewechselt, wo er das Steueramt und die Kämmerei durchlaufen hat. Derzeit leitet er das Ordnungsamt.

In der Feuerwehr aktiv

"Ich freue mich auf diese Herausforderung und werde auch meine ganze Energie in unseren schönen Ort und unsere Marktgemeinde stecken", sagte Kropp. Nach der langen Bürgermeistertätigkeit Sendelbecks werde es ganz sicherlich einen Umbruch im Gemeinderat geben, da zudem einige Räte aufhören. "Dies kann aber auch eine Initialzündung für unsere Gemeinde sein, um weitere große Schritte nach vorne zu machen. Ich bin in der Verwaltung aufgewachsen, möchte neuen Schwung hineinbringen und habe dazu auch entsprechende Ideen - auch von einer anderen Verwaltung", sagte der Bewerber.

Allem voran stünden natürlich Pflichtaufgaben wie Kindergarten, Schule und Feuerwehr. "In der Feuerwehr bin ich seit vielen Jahren aktiv, bin Gruppenführer und Vorsitzender des Feuerwehrvereins. Dadurch kenne ich die Gegebenheiten ganz genau, auch im Hinblick auf die anstehenden Investitionen in diesem Bereich."

So sei es dringend erforderlich, dass die Feuerwehr aus ihren beengten Verhältnissen herauskomme und ein neues Feuerwehrhaus entstehe. Ebenso könne man beim Fahrzeug der Wehr nicht länger warten, denn es sei schon 24 Jahre alt. Diese Punkte seien "Meilensteine", bei denen man die Finanzen im Kopf behalten, aber auch versuchen müsse, die Anforderungen zu stemmen.

Zu den größeren Projekten zählt der Kandidat außerdem die Sanierung und den Anbau des Kindergartens, wofür die Planungen weitgehend abgeschlossen seien und man nun in die Umsetzung gehen könne. In diesem Zusammenhang sprach er die Notwendigkeit einer örtlichen Mittagsbetreuung an, die junge Familien vor Ort dringend bräuchten.

In Rentweinsdorf, so Kropp, gelte es aber auch, die Verkehrssituation am Planplatz zu entschärfen, die sich aufgrund des zunehmenden Lkw-Verkehrs immer mehr zuspitze. Hier müsse auf die Sicherheit der Kinder geachtet werden.

Weitere Bauflächen ausweisen

Rentweinsdorf habe in den vergangenen Jahren einen großen Aufschwung als Wohngemeinde erfahren. Dies sei ohne Zweifel ein Verdienst des bisherigen Bürgermeisters, der mit Weitblick an den Kauf von Flächen herangegangen sei. Man müsse weiterhin für die Ausweisung von Bauflächen sorgen. Das gelte nicht nur für den Hauptort, sondern auch für die Ortsteile. "Ebenso möchte ich schauen, ob Dorferneuerungsmöglichkeiten möglich und ob sie auch von den Bürgern gewollt sind."

Kropp wünschte sich, dass im neuen Marktgemeinderat, in den Vereinen und unter den Bürgern ein Gemeinschaftsgefühl entsteht und dass jeder sich Gedanken macht, wie man das Beste für die Orte in der Gemeinde herausholen könne. gg

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren